Sonntag, 28. Dezember 2014

28. Dez. 2014 - Meisterleistungen

Wir landeten also in Santa Fe. Ausgerechnet zu Weihnachten. Unser Hotel ist voll okay, liegt günstig zum Busbahnhof und am Rande des Stadtzentrums. 
Als wir uns in die Stadt aufmachten, schlich sich schnell das komische Gefühl ein, dass hier evakuiert wurde und wir es eben nicht mitbekommen hatten... Alles, also alles (sogar McD...) hatte geschlossen, und wir sahen in der kompletten Fußgängerzone der 300000- Einwohner- Stadt niemanden. Keinen. Es herrschten 32 °C und Sonne, Spaziergangs- wetter. Okay, wir mussten lernen, dass sie es hier sehr streng nehmen mit der Siesta. Aber leider öffnete auch danach kein Restaurant. 
Leichte Nervosität kam auf, wo nur etwas essen?  Es wurde dann etwas später der Busbahnhof, und ja, es sah dort genau so aus wie sich das jetzt grade jeder Leser vorstellt! Hauptgang war eine Pizza, deren Belag aus einem Eimer voll Käse bestand, und die Nacht über einem Stein ähnlich im Magen lag... Aus Verzweiflung gingen wir ziemlich früh zu Bett.
Da wir ja extra nochmals einen Tag in Santa Fe hinzu gebucht hatten beschlossen wir, am nächsten in die benachbarte Stadt Parana am gleichnamigen Fluss zu fahren; immerhin sagte auch unser Reiseführer, dass diese lukrativer sei. Im local bus und für 80 ct pP kamen wir dorthin. Zweiter Weihnachtstag, noch immer war vieles geschlossen. Die City verfügt über eine Plaza, eine Kathedrale und ein paar mehr oder weniger sehenswerte Gebäude. Also ab in die Fußgängerzone, aber na ja, so üppig war da auch nicht bestückt. Wir begaben uns, und es war ein Stück,  zum Flussufer, der als Ausgeh- und Flaniermeile beschriebenen Straße den Strand des Paranaflusses entlang. Mit Mühe fanden wir eine Kneipe, wo man außen sitzen und etwas trinken konnte,  neben einer Handvoll Anglern und wenigen Joggern weit und breit niemand! Es wurde dunkler und gewittrig, und wir erreichten eben rechtzeitig den Busbahnhof, um zurück zu fahren. 
Den nächsten Tag hatten alle Geschäfte auf und die Fußgängerzone war belebt. Sofort wurde dies für einen Einkaufsbummel genutzt... Dann beschlossen wir, nochmals Bargeld nachzulegen. In allen Banken der City und an allen Automaten erhielt ich aber den Hinweis, dass ich diese Karte hier nicht nutzen kann. So sehr verunsicherte uns das (immerhin nutzen wir diese Karte deshalb für Bargeldabhebungen, weil sie kostenfrei ist), dass wir schleunigst ein Internet suchten und das Konto checkten; aber alles okay. Am späten Nachmittag zog ich nochmals los und fand eine noch nicht ausprobierte Bank, da gings. Wir vermuten, dass die Halsabschneider einfach nicht gebührenfrei auszahlen wollen und deshalb diesen Hinweis eingeben. Die Stadt verfügt über einen Hafen, wenngleich es auch nur ein etwas breiteres Becken mit einem Katamaran ist. Dort befinden sich eine mall und ein Casino sowie ein toll aussehendes Restaurant. Wir holten uns fast einen Nasenbeinbruch an der gläsernen Tür, als wir um halb sieben mit knurrendem Magen eintreten wollten. Sie öffnen um neun! Also vertrieben wir uns die Zeit im Casino, und eine erneute Meisterleistung bescherte uns einen wenn auch überschaubaren Verlust. Dafür aßen wir sehr gut, waren natürlich die ersten dort, und die Rechnung bliebt günstig. Klar, sie nehmen ja auch für eine Flasche Wein zwischen fünf und zehn Euro; gibt natürlich auch teurere, aber bisher hatten wir gute Treffer. 
In einem Supermarkt waren wir auch, um einzukaufen und Studien zu treiben. Es machte uns teilweise sprachlos. So zahlen sie hier zum Beispiel für 500 g Barilla- Spaghetti 6,90 €, für eine vernünftige Zahncreme 6,50 €, für eine Flasche Olivenöl 9,95 €, für das Kilo Tomaten 2,50 €. Wurst, Fleisch und Käse ist wie bei uns, Bier und Wein sind billig, Brot auch (gibt aber quasi nur Weißbrot), für einen Liter Mi






neralwasser nehmen sie - im Supermarkt - gerne mal bis zu 1,80 €... 
Demnächst startet unser Nachtbus und wir haben 16 Stunden vor uns bis Iguazu, worauf wir uns sehr freuen. Mal sehen, ob sich die teuren tickets (Cama, das ist eine Art Schlafabteil) gelohnt haben. 

Auf bald, machts gut und liebe Grüße,  M & T
 





 

 

Freitag, 26. Dezember 2014

25. Dez. 2014 - Rosario

Wir fuhren im Bus nach Rosario, drittgrößte Stadt des Landes. Gottseidank gab die Kupplung des Busses erst am Ortsbeginn und ganz langsam den Geist auf, so dass wir zwar gute zwei Stunden zu spät, aber doch ankamen. Als wir am Hotel aus dem Taxi stiegen, da blieben wir zwar tonlos, aber in beiden schrie es laut "wow". Das Hotel war der Hammer (das vorletzte der Fotos zeigt das Haus von außen)! Wir suchten verzweifelt die Fotos, die es bei der online-Buchung im Internet gegeben hatte. Vergeblich. Wir checkten ein. Als wir unser "Zimmer" betraten, sahen wir folgendes: Ein dunkler Raum mit einst weißen, kahlen Wänden. Ein wenig ein Geruch von altem Zigarettenqualm. Drei mit kleinen Abst





änden nebeneinander stehende Betten mit je einer weinroten Tagesdecke Marke "hab ich das nicht 1965 schon mal irgendwo gesehen?" Drei Betten deshalb, weil wir (wegen den schmucken Fotos) Dreibettzimmer gebucht hatten, da Doppelzimmer schon ausverkauft waren... Okay, es gibt einen TV, Diagonale unfassbare 24 cm... Und, das brauchen wir nicht. Wir hatten mit Pomp und Gloria eine Fernbedienung für die Klimaanlage erhalten, als ich einschalte, fällt sofort der Regulator ins Zimmer... Im Flur (der kurze Weg ins Bad) ist ein Spiegel aufgehängt, aber wenn du davor stehst, kannst du höchstens die womöglich vorhandene Schambehaarung kontrollieren, willst du dich kämmen, bleibt nur, auf die Knie zu gehen. Es gibt ein Fenster in den Flur, aber davor ist ein mächtiger, geschlossener Fensterladen. Der größte Witz ist das Schloss, denn die Tür geht auch abgeschlossen leicht auf, und der Zusatzriegel, der innen angebracht ist, besitzt noch eine Schraube von einst vier und öffnet sich vermutlich bereits bei deutlicher Ansprache! Juchhu, Heiligabend steht vor der Tür und die Cheftraveller haben sich verbucht. .. Wir entscheiden, dass es ist wie es ist und dass wir schon schlechter übernachtet haben. Immerhin, das Bad ist akzeptabel, und die Lage ist top. 
Wir verlassen das traute Heim zügig und sehen uns die Stadt an. Und da gilt das "wow" im positiven Sinne. Die Stadt hat richtig flair, ist extrem grün und liegt am mächtigen Parana- Fluss, der hier sogar noch von Hochseetankern befahren wird. Dazu jede Menge sehr gut erhaltene Gemäuer, und natürlich strahlende Sonne bei blauem Himmel und 28 - 30 °C. Und, besonders im Vergleich mit Buenos Aires natürlich, total unaufgeregt. 

Nun ist ja aber Heiligabend, wir würden schon gerne gut essen. Und es kommt, wie es kommen muss: Die Mitarbeiterin, die morgens an der Rezeption Dienst hat, ist nicht nur freundlich. Sie ist herzlich freundlich, unfassbar hilfsbereit und gnadenlos geduldig. Sie fragt uns, was unsere Pläne sind, heute und insgesamt. Dann telefoniert sie die Restaurants in der halben Stadt ab und versucht, für uns zu reservieren. Was wir eben nicht wussten ist, dass der Argentinier an Heiligabend einen Teufel tut und zuhause isst - alles ist ausgebucht, wirklich alles. Aber sie zeichnet uns noch die Straßen auf, wo wir vielleicht etwas finden, wenn wir vormittags persönlich vorbei gehen. Tolles Hotel! Als wir übrigens am Morgen nach Heiligabend frühstücken, erscheint eine der Reinemachedamen zum Dienst. Sie begrüßt uns mit Küsschen und "Feliz Navidad"... Als wir später auschecken, werden wir umarmt, mit tausend guten Wünschen versorgt und mit Küsschen verabschiedet. Ein Hotel, kaum zu glauben! 
In Rosario sahen wir etwas seltenes, einen Scheren- und Messerschleifer, der auf dem Fahrrad sitzend seine Schleifräder per Pedaltritt antreibt. Als er fragt und erfährt, dass wir aus Deutschland kommen, antwortet er mit "ah, oh, Chelsea. Lampard!" Ich spiele nicht den Oberlehrer... Abends essen wir inmitten von Argentiniern. Ohnehin sind nicht wirklich viele Touristen hier, nur vereinzelt sieht man jemand. Das echt einzige, was wir finden und reservieren konnten, war ein sehr großes Lokal mit asiatischer Führung und argentinischer Küche. Wir gingen mit stark knurrendem Magen um halb neun dorthin - und waren doch die allerersten. Das Essen war okay. Es trat eine Sängerin mit argentinischen Volksliedern auf und um Mitternacht wars ein Umarmen und Feliz Navidad- Singen. Daneben begannen sie draußen zu ballern wie bei uns Silvester. Wir hatten einen traumhaften Rotwein zum Essen, wie er argentinischer nicht sein könnte, und außerdem sehr günstig. Im Gegensatz zu sonst allem im Land. 

Natürlich mussten wir auch unsere Pläne ändern, weil geplante Busstrecken ausschließlich nachts angeboten werden oder andere Dinge, die wir nicht ahnen konnten; zum Beispiel Reisedauern von 14 Stunden... 
Mein Nacken hat sich inzwischen auch mal gemeldet, klar, aber noch brauchen wir nicht an Abruch zu denken. 
Inzwischen sind wir nach kurzer Busfahrt in Santa Fe angekommen. Ich hatte das viel kleiner in Erinnerung von den Wildwestfilmen her... Nur ist heute Weihnachten, und es ist wirklich alles, also total alles geschlossen. Somit lässt sich zu dieser Stadt jetzt grade nicht viel sagen. Aber später mehr. 
Macht das gut, auf bald, wir grüßen Euch herzlich, 

M & T





 

Montag, 22. Dezember 2014

22. Dez. 2014 - Fortsetzung

Leider ließ  Marions Stimme immer mehr nach, so dass sie in Buenos Aires angekommen gar nicht mehr sprechen konnte. Weil sie ja aber eine Frau ist, hat sie es trotzdem versucht. So sagte sie plötzlich zu mir: Grünkernkur. Ich schaute natürlich wie eine Kuh wenns blitzt und fragte nur Häää? Nach dem dritten Versuch und dem dritten hää flüsterte sie "Kügelchen" und meinte, sie nehme jetzt dann von den Kügelchen (naturrein), die sie von ihrer lieben Schwester für evtl. Unwohlsein, zB auf dem Schiff, bekommen hatte. Meine Idee vom Schweigegelübde bis zum Folgetag und Bettruhe lehnte sie ab...

Buenos Aires war hektisch, ist hektisch und wird immer hektisch bleiben! Wir machten uns auf die erfolglose Suche nach Salbeibonbons. Immerhin fanden wir welche mit Kräutern und welche mit Honig. Und seitdem begegne ich den allzu lästigen "Gambio, Gambio, Gambio"- Schreiern in der City mit echt schwäbischem "Salbeibomboo, Salbeibomboo" - da erntest du echt seltsame Blicke!
Wir fuhren am Sonntag von Buenos Aires hierher, nach San Antonio de Areco. Rund zwei Stunden Busfahrt, 8,- € pP, als Info. Die Busse sind eher komfortabel.
San Antonio ist im Prinzip ein altes Gauchostädtchen in der Pampa, in das es wenige Traveller verschlägt,


und quasi keine Touristen. Man findet eine Reihe von Gebäuden im kolonialen Stil, einige historische Pulperias (da hielten sich früher die Gauchos auf), das war's dann auch.

Wie geht's  weiter? Wir reisen am morgigen Dienstag weiter bis Rosario, das ist dann wieder Stadt, die drittgrößte im Land des Vize- Weltmeisters😂😂😂. Dann mal schauen.

Unseren Familien, allen Freunden und Bekannten und allen, die den blog verfolgen, wünschen wir ein Frohes Fest, Schöne Weihnacht, hoffentlich ein paar geruhsame Tage im Kreis der Lieben, den Geschenkekorb randvoll und dass es Euch gut geht. Herzliche Grüße und auf bald, M & T









22. Dez. 2014 - In der Pampa

Wir haben die zwar weit entfernte, aber aufgrund iher außergewöhnlichen Steinmonumente, den Moai, und ihrem extrem relaxten Tagesablauf absolut empfehlenswerte Insel "Rapa Nui" verlassen. Der erste Teilflug bis Santiago war lässig, der bis Buenos Aires führte dazu, dass eine meiner Hände schweißnass war - die, die Marions Hand hielt... Der Flug war, na ja, recht holprig. Fortsetzing folgt...


Freitag, 19. Dezember 2014

18. Dez. 2014 - Nachtrag und sunrise auf Rapa Nui



Sonnenaufgang am Hotuiti

Heute nun, der Jeep wurde pünktlich zurück gegeben, Marion kränkelt noch, wollten wir den Tag eher relaxed angehen. Von der Insel haben wir quasi alles gesehen, aber wir sind ja auch zwei Tage länger hier als die meisten. So machten wir eine Weile einen Spaziergang  die Küste entlang, bis fast zu dem Punkt, den wir gestern zu Fuß  von der anderen Seite der Insel her angesteuert hatten.
Danach entschieden wir, dass wir ein Weilchen jeder seinen eigenen Vorlieben nachgehen sollte. Aber es scheint, wir wurden beobachtet und dabei fotografiert...

So, einige Fotos musste ich im letzten post schuldig bleiben, weil die Verbindung nahe          am Zusammenuch war. Aber hier sind sie nun.
   
 
 Das wars für heute. Unsere Planungen sind soweit fortgeschritten, dass wir morgen spät abends über Santiago de Chile nach Buenos Aires fliegen, dort ein ticket für den Bus nach San Antonio de Areco (alte Gaucho- Stadt) kaufen und ein paar Tage bleiben. Von dort dürfte es dann wahrscheinlich nach Rosario weiter gehen, mal sehen.
Wir grüßen Euch, lasst es Euch gut gehen, habt Freude an den Fotos, auf bald,

M & T




Ö

Donnerstag, 18. Dezember 2014

17. Dez. 2014 - Osterinsel

Wir haben im Hostal Franziska kennen gelernt, eine junge Travellerin aus Bayern. Überhaupt kommen irgendwie alle Deutschen, mit denen wir hier ins Gespräch kommen, aus Bayern... Wie besprochen erscheint der Autoverleiher pünktlich, und während ich den Contract mit ihm durchgehe und den Suzuki Jeep inspiziere, entscheidet das "Weibsvolk" :-)) kurzerhand, dass wir am nächsten Morgen gemeinsam zum anderen Ende der Insel fahren, wegen eines Sonnenaufgangs. Ich darf mit, sie brauchen ja einen Fahrer, aber sie haben vergessen zu fragen, ob ich auch um sechs Uhr aufstehen möchte...
Den Jeep haben wir für zwei Tage gebucht, am ersten sind wir mehr oder minder um die gesamte Insel gefahren, maximale Länge ist ja nur 24 km. Da gabs natürlich jede Menge zu sehen und zu staunen. Nicht nur die steinernen Monumente, auch den größten Sandstrand der Insel. Apropos staunen: Wir sind fast immer fast überall alleine, das ist unglaublich. Einerseits ist alles ausgebucht, andererseits haben sie laut eines Berichtes eben auch nur 1000 Touri- Betten. Trotzdem ist es erstaunlich. Und toll. Ebenso staunen lässt uns die Tierwelt: Marion hat vor Tagen das erste wilde Tier hier entdeckt, es war ein rund einen halben Zentimeter kleiner schwarzer Käfer im Eukalyptuswald. Ich entdeckte dann das zweite, eine von insgesamt bisher drei Tauben. Daneben sahen wir total stille, friedliche Hunde, mehrere Spatzen, einige Ameisen und wenige Kühe. Und rund 50 wilde Pferde. Also wers mit Pferden hat, der kommt hier aber fett auf seine Kosten. Wir durften schon einige echte Wildwestszenen beobachten (zwei zu Pferde hoch auf einem Berg und weit und breit nix!). Nicht dass wir uns jetzt hier Tiger vorgestellt hätten, aber irgendwie ist das doch bemerkenswert.

Heute nun, den zweiten Tag mit dem Jeep, also raus am hellen Morgen. Als wir starten, fängt es an zu regnen. Mahlzeit! Aber wir haben bereits gelernt, dass es auf hundert Metern Raum drei verschiedene Wetter geben kann, also weiter. Und siehe da, wir erreichen den wohl berühmtesten  Platz der gesamten  Insel, alle 15 Moais stehen da und warten mit uns gemeinsam auf den Sonnenaufgang. Voll krass! Wie bestellt gibts für das bessere Foto auch einige Wölklein, klick, klick, klick.Hier sind wir übrigens nicht allein wie am Vortag (da haben wir dort gehockt und dann genüsslich unsere Stullen verzehrt, und keiner da!), es haben sich rund 40 Leute eingefunden.Mit einem Frühstück im Bauch haben wir beide dann all das besucht, was noch fehlte, und den Tag auswärts beschließen sollte eine zweistündige Wanderung zum Meer. Als wir schon gemütlich im Garten des Hostals sitzen, kommt ein Traveller und fragt, ob wir Klassik mögen? Klar, sagen wir, und er erklärt, dass heute Abend hier das Chilenische Sinfonieorchester spielt, open air. Wir natürlich nix wie hin (gefahren!!!), und man fasst das nicht, grade heute, zu Ehren eines hier mal tätigen Komponisten, bauen die zwei Orchester auf, eins mit Streichern, eins mit Bläsern (vor alem eben), und hauen zwei Stunden lang rein. Vor den Moais, hinter denen langsam die Sonne untergeht...  Hammer! Ist schwer zu beschreiben.
Da kommen wir jetzt her, Marion hat jetzt endlich auch die Bips (Hals, Husten, Marathon-Nase), wir verschwinden ins Bett.












Euch allen liebe Grüße, bis bald,

M & T







Dienstag, 16. Dezember 2014

15. Dez. 2014 - Neuland

Nachdem wir Lotti und Friedhelm in Buenos Aires am Ezaiza in Richtung Deutschland verabschiedet haben, flogen Marion und ich nach Santiago de Chile. Ankunft und bis alles geregelt war (ja ja, wir essen unsere beiden Äpfel hier und jetzt und führen GAR NIX bei Euch ein), schlug die Glocke eins. Und um sechs Uhr wollten wir das Gepäck neu einchecken, weils ja zur Osterinsel ein Inlandflug ist und nicht durchgecheckt wurde... Wir würden die Nacht auf dem airport schon überstehen, dachten wir. Überleben wäre besser gesagt, aber gemütlich ist anders, und wegen der Scheiß- Klimaanlage, die dauernd läuft, hab ich mir wohl ne Bindehautentzündung zugelegt. Nicht total schlimm zum Glück.
Dann viereinhalb Stunden Flug gen Westen, fast 4000 KM ins Meer. Und dann... wow!!!
Das Wuschel war noch nicht hier, ich war noch nie hier, wir zusammen erst recht nicht. Und da stehen wir mittags um halb zwei auf der Osterinsel. In der einzigen Stadt Hanga Roa, die doch gut viertausend Einwohner hat...
Die Insel ist toll bis dahin, wir waren am ersten Abend ein bissi Sonnenuntergang gucken.

Essen waren wir auch, Empfehlung der Hostal- Chefin, die uns erst am airport abgeholt hat und gleich eine Stadtrundfahrt mit uns machte. Gut, weit ist das ja nicht. Der letzte, der hier überfahren wurde, erlitt einen Herzinfarkt und fiel vor einem Auto auf die Straße...; Tempo 60 auf der Insel, 30 in der Stadt - aber keiner rast hier so! Alles läuft hier sehr, sehr relaxed ab. Okay, zurück zum Essen. Das Wuschel einen Caesars Salad (wundert ihr euch? Nö, oder?), ich was einheimisches, Karte allerdings auf spanisch- irgendwas... Gut, das mit den drei verschiedenen Fischen und dem Reis.
Es kam dann warmer, normaler Reis, und Chips aus leicht süßlichen Kartoffeln mit einer Soße. Auch warm. Und dann eine Mischung aus Zwiebeln, Kokosmilch und rohem  Thunfisch. Kalt! Hat nicht so schlecht geschmeckt, leider fand sich um unteren Drittel Zitronengras, und das kann ich ja nicht essen, da musste ich aufhören. Interessante Mischung, und gewöhnungsbedürftig, hätte ich gesagt.

Unser zweiter Tag, also heute, begann mit der Organisation, was wir am besten wie wann womit machen. Immerhin bietet die Insel einiges und wir sind bloß  fünf Tage hier. Gottseidank wurden meine Augen über Nacht akzeptabel besser, auch wenns noch nicht verschwunden ist. Wir buchten ein Auto ab morgen für zwei Tage und beschlossen, heute zum "Rano Kau" zu wandern, einem erloschenen Vulkan mit bemerkenswertem Kratersee, und unterwegs schon das eine oder andere highlight fürs Auge. 3000 Höhenmeter, oder 300? Na, ist ja auch egal...😅😅.


Jedenfalls, schmuck, muss man sagen, und gerne lassen wir Euch mit ein paar Fotos teilhaben. Den Abend heute lassen wir wohl im Garten des Hostals ausklingen, wir verfügen über ausreichend Wasser, Cola Light und neben mich hat sich ein Fläschlein "Valdivieso" Pinot Noir gesellt. Schätze, wir lassen vor lauter Schlappheit sogar das Abendessen, zumindest auswärts, entfallen.
Auf bald, wir grüßen Euch.









Donnerstag, 11. Dezember 2014

11. Dezember 2014 - Etappenziel Buenos Aires erreicht

Hallo, endlich Netz! Nicht, dass es an Bord keines gehabt hätte... aber für extrem lahmarschige Verbindung 48 Euro für drei Stunden zu bezahlen, hmmm. Jedenfalls sieht es so aus, dass wir inzwischen den Atlantik überquert haben. Er hat sich uns gegenüber, bis auf einmal für ein paar wenige Stunden, doch gnädig gezeigt, und selbst wenn in der täglich frisch gedruckten Bordzeitung etwas von hohen Wellen gestanden hat, so haben wir es oft gar nicht gemerkt. Bis Santa Cruz de Teneriffa war es ja eine mehr oder minder normale Kreuzfahrt. Aber wenn du dann mitkriegst, dass es zuhause langsam fröstelt und selber denkst du, es wird immer wärmer... aber klar, stimmt ja auch, vom 25./26.11. haben wir den Wendekreis des Krebses überquert (Für alle, die es ganz genau brauchen, es war bei 23° 27' N) und schipperten in tropischen Bereichen zw. erst 25 und dann 29 °C...☺. Man sagte, es blühen uns zw. 35 und 40 Grad in Bras. und Arg. Wie schrecklich!
Das hat aber jedenfalls was, wenn  du in der Kabine sitzt (extra breiter Innensims) und Emma Shapplin hörst und draußen  begleiten dich Delfine.


Auch wenn natürlich nicht alles auf dem Schiff Gold ist, was glänzt, so mussten wir u. a. Rinderfilets, Krakencarpaccio, Lammkeule oder Flundern essen. Aber ich zitiere mal aus dem Tagebuch: ImTheater ist Gesang angesagt, wir gehen hin. Friedhelm schläft ein bisschen, Lotti gefällts und das Wuschel meint, es sei okay. Ich ertrage geduldig "Ein Schiff wird kommen" im französisch-deutsch-Mix, etwas von Albano und Romina Irgendwas, ein vollkommen unterirdisches Triliriundtrilira, aber als die Gute anfängt zu jodeln, ist Ende. Meinen zu explodieren drohenden Ohren zuliebe und aus Angst, dass mich jemand da drinnen erkennt, flüchte ich entnervt aus der Veranstaltung.
Apropos Schiff. Fast 300 m auf ca. 45 m, fasste in unserem Fall 3200 Passagiere, hatte 1100 Besatzungsmitglieder dabei und machte im schnellsten Fall rund 20 Knoten. Interessant, dass sie pro Woche 340 000 Teller abwaschen. Und, um das gleich klarzustellen, es sind  n i c h t  die meisten von mir, T. Aber viele😁. Nach fünf Seetagen - ehrlich, es wurde nicht langweilig; wir haben schließlich  das "all you can sauf Paket" gebucht. Sehr empfohlen wird vom Lotti und Wuschel der "Pink Panther"oder der "BBC"(Banane, Baileys, Colada), von Friedhelm und mir eher der "Sqok"  - der heißt  nicht nur froschig, der ist auch froschgrün, ohne Alk und nicht so süß  wie manche andere. Also erreichten wir Brasilien. Klar, geiles Wetter, aber die Städte sind nicht immer der Hammer. Manche sogar überhaupt nicht, Recife zum Beispiel. Da willst du bis auf eine kleinere Nachbarstadt nirgends nicht wohnen...Schöne Städte gibts auch, Salvador de Bahia zum Beispiel.
 In Rio herrschten 40 ° C. Am Tag vor unsrer Ankunft. In der Nacht regnete es wie ab und natürlich wurde das dann kühler, 24 Grad. Wir erreichten die Christus Statue, standen zehn Meter davor - und konnten sie nicht erkennen😕. Voll die Wolken, und logo, bissi Regen. Es hat noch ein wenig aufgerissen, aber toll is anders...

 Gemischte Gefühle, als wir dieser Tage Buenos Aires erreichten; das Wuschel hätte noch bleiben können, für mich waren es eher ein paar Tage zu viel. Warum? Nun, immerhin senkten wir den Altersschnitt auf dem Schiff, dann wird das nach einiger Zeit, bedingt durch die Klimatisierung überall, zum schwimmenden Sanatorium, und dann schlägt sich das Durchschnittsalter leider auch auf die Musik in den vielen Bars an Bord nieder. Aber es gab auch sehr gute Veranstaltungen im Theater, klaro. Und das Essen hat was.Das wars für heute - um die Ecke lauert eine Parrilada😂😂😂

Momentan ist Lotti leider sehr krank, wir hoffen, es ist keine Lungenentzündung, was unsere Pläne für die Stadt etwas übereinander wirft, trotzdem packt einen diese Stadt irgendwie sofort. Am Samstag allerdings ist Schluss mit Stadt und wir freuen uns saumäßig auf die Osterinsel.