Samstag, 28. März 2015

28. Maerz 2015 / Lima, Deutschland- Besuch II und zwei Kälteschocks

Als wir Lima nach einer Busfahrt fast immer entlang der Küste und mit nur wenigen sehens- oder gar bleibenswerten Orten unterwegs erreichten wurde schnell klar, dass sich die Stadt kaum von anderen großen südamerikanischen unterscheidet. Mächtige Werbetafeln und Leuchtreklame, die bekannten globalen Firmenlogos und ein Gewusel wie sonstwo.
Wir hatten nach gründlicher Recherche im Ortsteil Miraflores vor gebucht, aus bekannten Gründen für zehn Tage, weil dies einer der sicheren Ortsteile der Stadt ist. Soll heißen, man konnte dort tatsächlich mit nur locker umgehängter Kamera umher spazieren, dieses selbst bei Dunkelheit, und letzendlich auch das Wuschel alleine. Und unser Quartier erwies sich nach einem sofortigen Umzug bei Ankunft innerhalb des Hauses als Hauptgewinn!

Leider hatte ich ja unmittelbar vor Reisebeginn den ungünstigen Gerichtstermin erfahren und dann gerade noch mit Mühe und Not einen erstens bezahlbaren und zweitens Meilenpunkte unterstützten Flug buchen können, wenn auch über Santiago de Chile und Madrid. Klar, dass da schnell 35 stressige Stunden zusammen kamen. Aber es war schließlich  auch wichtig, und ohne jetzt in Einzelheiten auszuufern, Anwalt und Tommy waren am Ende der Verhandlung darüber einig, das sie ein voller Erfolg war, auch wenn noch nichts endgültig entschieden ist, sondern die Urteilsverkündung erst einmal auf Juni verschoben wurde.
Frankfurt, wo ich ja drei Nächte im Hotel gebucht hatte, war erst einmal ein Kälteschock, denn 33 °C und 6 °C sind doch recht unterschiedlich... Niemand wundert sich, dass ich natürlich ausreichend Aufträge erhalten hatte, was alles einzukaufen sei während der "freien" Zeit. Dann war noch der Besuch beim Optiker wegen Brilendefekts wichtig und der Besuch eines Fotogeschäfts, denn leider wollte das Telezoom weder im Automatik- noch im Manuellbetrieb vernünftig scharf stellen. Also Ersatz war nötig.

Das Wuschel ließ es sich währenddessen in Lima so gut als möglich gehen, und so lautete ja auch der Plan. In Miraflores, wo sich auch die meisten aller Botschaften befinden, und in unserem Quartier war das sehr gut möglich.

Gleich nach Ankunft in der Stadt durchpflügten wir das Zentrum über einen ganzen Tag lang, und nicht nur der Preis von 0,80 € zu zweit für eine Stunde Linienbus überraschte uns dort, sondern auch, wie viele wirklich wunderschöne Gebäude in der Stadt zu sehen sind. Und wo bitte ist folgendes schon mal passiert? Du gehst mittags um halb zwei mitten durch eine elf Millionen Einwohner Stadt und plötzlich geht an einem Gebäude die Tür auf. Eine rund 65 Jahre alte Frau kommt heraus und trägt nichts als ein Paar Schuhe! Sie geht in aller Seelenruhe und ohne jede Hast auf eine der belebtesten Straßen von Lima und immer weiter, solange bis wir sie letztlich aus den Augen verlieren... Keiner kümmert sich in irgend einer Art und Weise... Daneben fanden wir für abends den so gen. "Aqua- Park" mit zahlreichen Wasserspielen und entsprechender Beleuchtung bei Dunkelheit. Und dann liegt Lima schließlich direkt am Meer, auch wenn die Strände nun nicht ganz denen beispielsweise von Rio de Janeiro entsprechen.

Lima Zentrum, am und um den Plaza de Armas herumi





Im Stadtzentrum von Lima


 5

Lima ist irgendwie auch Kirchenstadt, zumindest was die Zahl betrifft





Nullpunkt! Alle Straßen des Landes beginnen von hier aus bei Null


Notfalls vergrößern! Vorne links geht sie, eben so wie sie ist, außer den Latschen eben...  





Im Ortsteil Miraflores, oberhalb des Meeres gelegen, sehr sicher und sehr gepflegt


Sunset in Miraflores


Lima, "Aqua- Park" - Üppig angelegt, abwechslungsreiche Springbrunnengestaltung und Wasserspiele mit beeindruckender Beleuchtung 




Wir wollen Euch mit den Fotos einen Überblick über die Stadt (Zentrum) und den Stadtteil Miraflores geben. Inzwischen haben wir Lima per Bus verlassen und diesmal alle beide einen Kälteschock erfahren, landeten wir doch in Shorts und Hemdchen aus 32 °C kommend in Huaraz - 21.00 Uhr, regnerisch, 3 °C... Keine Heizung nirgends... Der Plan lautet, eine Woche hier zu bleiben, es gibt genug zu sehen, und wir werden darüber berichten.

Allen wünschen wir eine wunderschöne Zeit, erfolgreiches Eiersuchen, Frohe Ostern und möglichst einige freie Tage. Auf bald, herzliche Grüße,

M & T

Donnerstag, 26. März 2015

26. Maerz 2015 / Deutschland- Besuch I

Liebe Freunde,

wie Ihr ja wisst, war ich ein Weilchen zu Besuch in Deutschland. Die Stadt hieß  glaube ich Frankfokio, denn dort habe ich nur Deutsche und Japaner gesehen. Aber mehr Deutsche.
Es war alles ganz anders als daheim. Und ich muss sagen, die Deutschen sind ein bisschen seltsam.
Jeder hat dort ein eigenes Haus oder eine Wohnung, oft mit vielen Zimmern. Und jede Wohnung hat ein Bad und eine moderne Toilette drin, und nur der, dem die Wohnung gehört, benutzt das. Ganz viele Menschen dort tragen sehr teure Sachen, also Kleider, Uhren, Ketten und Ringe. Aber ganz viele von ihnen schauen trotzdem traurig aus und gar nicht froh. Und viele Leute habe ich schimpfen gehört, aber ich weiß nicht, warum.

Das Hotel, so glaube ich, hatte acht Sterne, denn ich bekam ein Zimmer ganz alleine, und das hatte auch eine Toilette und ein Bad, nur für mich. Und es gab einen Kühlschrank mit vielen Getränken darin, von denen durfte ich jeden Tag trinken, soviel ich wollte.
Morgens wusste ich überhaupt nicht, was ich essen sollte! Da lag schon so viel verschiedenes Brot! Und Suppe, und Nudeln, und Salat, Käse und Fisch. Und sie haben nicht bloß  eine Sorte Bierschinken wie zuhause, nein, es gab da mindestens fünf oder sechs verschiedene, in unterschiedlichen Farben. Und Salami. Aber sie haben keinen Koka- Tee. Ich wollte gar nicht aufhören mit frühstücken,  von den Deutschen und Japanern habe ich aber viele gesehen, die waren ganz schnell fertig oder haben sogar nur im Stehen etwas getrunken und das wars.

Es war sehr kalt in Frankfokio, ich musste mir eine Jacke kaufen. Erst wollte ich natürlich Alpaca, aber das gab es nur in einem einzigen Geschäft, und die wollten mehr dafür haben als ich überhaupt für den ganzen Besuch Geld dabei hatte. In einem anderen Geschäft habe ich dafür etwas gefunden. Ich sagte nur, ich möchte eine warme, schwarze Jacke, und dann brachten sie mir viele verschiedene Jacken, alle warm und schwarz. Nicht wie zuhause, wo sie dir auch rote, weiße  und blaue Jacken bringen.
Ganz merkwürdig haben sie mich aber angeschaut, als ich wie immer begonnen habe, um den Preis zu verhandeln. Zuletzt musste ich tatsächlich das bezahlen, was auf einem kleinen Kärtchen stand. Komplett. Überhaupt, was sie dort für Geschäfte haben! Es gibt da fast immer nur eine einzige Sache zu kaufen, oder eben etwas ähnliches. Also zum Beispiel Waschpulver und Fensterreiniger. Dort bekommst du aber kein Obst und Gemüse oder Pralinen. Und dort, wo du Obst findest, kannst du kein Bier kaufen und gibt es keinen Lippenstift.

Ich bin in der Stadt auch Straßenbahn gefahren, aber das hat anfangs gar nicht geklappt. Im Hotel sagte man mir, die Bahn fährt um Viertel vor elf, und obwohl ich noch vor elf Uhr dort ankam, war die Straßenbahn bereits los gefahren.
Die Deutschen haben auch ein bisschen komische Sitten. Zuerst: Alle haben ein ganz neues, glänzendes und großes Auto. Und es fährt immer nur einer darin, obwohl soviel Platz ist! Sogar bei den Mopeds ist das so, es fährt immer bloß einer damit und nie die ganze Familie wie zuhause. Obwohl die Autos alle glänzend und neu sind, sind sie doch nicht in Ordnung, weil ich glaube, dass bei fast allen schon die Hupe kaputt ist.
Auf allen Straßen haben die Deutschen schwarz- weiße Zeichen aufgemalt. Ich glaube, es ist eine Art Religion. Denn immer, wenn sich dort Menschen zu Fuß und Menschen im Auto treffen, dann halten alle (also auch die Autos) und blicken sich schweigend an. Und ein anderer Gott, also es muss ein Gott für Autofahrer sein, der ist rot und gelb und grün. Sie haben ihn überall aufgestellt. Und jedesmal, wenn der Gott sein rotes Gesicht zeigt, dann halten alle Autos an, sogar Busse und Lastwagen, und schauen auf den Gott. Ich glaube, sie beten dann.
Die Deutschen und Japaner haben eine besondere Art von Straßen, die sie Autobahn nennen. Aber ich glaube, da haben sie einen Fehler gemacht. Nirgendwo habe ich dort am Straßenrand Bauern oder Frauen gesehen, die an einem Stand Obst und Gemüse verkauft haben. Einmal sah ich auf der anderen Seite etwas, das so aussah, aber die Deutschen und Japaner wollten dort einfach nicht umdrehen und nachsehen. Radfahrer und Fußgänger dürfen sich dort auch nicht aufhalten.
Viele Autofahrer winken sich auch zu, aber nicht wie bei uns. Sie winken mit der flachen Hand vor dem Kopf hin und her, und der Gegrüßte winkt dann ebenso zurück.

Einmal waren überall in der Stadt kleine Stände aufgebaut und dort gab es zu essen. An einer Bude konnte ich sehen, dass auf einem großen Grill Fleischstücke und Würste bruzzelten - wie zuhause.  Ich freute mich sehr und habe dort natürlich gleich eine Parrillada bestellt, ich spreche ja kein deutsch. Ich bekam auch sofort eine Wurst und dachte mir: Erstens ist das wirklich preiswert, eine Parrillada für 3,40 €, und zweitens machen sie das gut, immer eines nach dem anderen zu servieren, weil so ist es immer warm. Ich habe dann über eine Stunde gewartet, bis das Fleisch gebracht wird, aber es kam nichts! Ich habe auch versucht, nachzufragen, aber sie haben mich gar nicht verstanden. Dann ist mein Hunger auch irgendwie vergangen.

Als ich einmal einen Sonnenuntergang sehen wollte, weil ich ein bisschen Heimweh nach dem zuhause spürte, konnte ich leider gar keinen finden, weil zu viele Wolken da waren für die Sonne. So blieben mir nur die Erinnerungen, das machte mich melancholisch.




Was auch ganz anders ist als zuhause: Die Deutschen und Japaner haben alle sehr gefährliche Hunde, die sie an eine Schnur anbinden müssen und festhalten. Ich habe sogar gefährliche Katzen gesehen.
In einem Laden habe ich Meerschweinchen gesehen und wollte eines kaufen. Ich dachte, dass ich es vielleicht im Hotel irgendwo selber zubereiten kann, denn ich fand nirgendwo ein Restaurant, wo das auf der Karte stand. Aber es war viel zu teuer, ich konnte es nicht kaufen, denn der Mann in dem Laden wollte es nur zusammen mit einem kleinen Gehege aus Metall abgeben. Und er konnte überhaupt nicht verstehen, dass ich das zum Grillen nicht brauche!

Also, Deutschland und Frankfokio war schon sehr interessant. Aber auch kalt und teuer und ein bisschen merkwürdig. Wenn ich ganz ehrlich bin- ich wollte dort nicht geboren sein!

 Liebe Grüße, Euer Tomasolo :-)


Mittwoch, 18. März 2015

18. März 2015 - Pisco, Montezuma, Tambo Colorado und Fischtage in Paracas


Nachdem wir also aus der wenig einladenden Stadt Ica, an deren Ortsrand wir allerdings eine wirklich gute Hotelanlage gebucht hatten, abgereist waren, lag die ganze Hoffnung auf Pisco. Nun, der erste Eindruck war sehr ernüchternd, alle folgenden auch...Unser vorgebuchtes Quartier machte einen sehr guten Eindruck, einschließlich swimming pool. Leider entpuppte es sich bald als extrem laut, da die Betreiberfamilie allesamt an einem Ohrenleiden laborieren und sich deshalb anschreien, und weil sie gerne sehr laute Familien zu beherbergen scheinen...
In der Stadt sahen wir nichts, über das es hätte zu berichten gelohnt... Also fuhren wir am zweiten Tag als Privattour zu den wenig bekannten, dafür umso sehenswerteren Inkaruinen von "Tambo Colorado", etwa 50 Kilometer entfernt. Unglaublich, wie gut die mächtige Anlage noch erhalten ist, teilweise kann man die Originalfarben an den Fenstern noch sehr genau erkennen. Und ebenso unfassbar war, dass wir die gesamte Anlage für uns alleine hatten! Keiner, niemand da!
Ein Abendessen zu finden war eine echte Aufgabe, denn entweder geschlossen oder weder Cola Light noch Wein oder Bier auf der Karte (auch nicht im Kühlschrank) oder nur Pizza (die sind hier meistens nix) oder Plastikstühle im Lokal... Nun, wie immer auf dieser Erdkugel fanden wir einen Asiaten, wo wir wenigstens einigermaßen unterkamen. In der folgenden Nacht wurde mir vom Magen her etwas unwohl und ich benötigte einschließlich  des nächsten Tages nicht nur unser Schlafzimmer, sondern noch einen Raum dazu... Montezuma hatte voll zugeschlagen und hörte nicht mal dann auf, als ich bewusstlos am Boden lag... 38,2°C Fieber, aber das Wuschel bekam mich innerhalb eines Tages wieder hin. Sie selber hatte in diesen Tagen mit dem gleichen Feind zu kämpfen, wenn auch ohne Fieber. Die Ursprungsidee, sechs Tage hier zu bleiben, verwarfen wir zügig und buchten ein Quartier im nahe gelegenen Paracas,
Von dort aus erlebten wir zwei sehenswerte Ausflüge. Einen, natürlich alles bei sonnigen, wenn auch mit Bodennebel teilweise vermischten 30 °C, zum Nationalpark "Paracas", der uns Wüstenlandschaften, Strände und viele Seevögel zeigte, und einen zur vorgelagerten Insel "Ballestas", die unbewohnt ist und abertausenden von Vögeln Quartier bietet sowie jede Menge Seelöwen beherbergt. Welche derzeit Nachwuchs führen, der gerade schwimmen lernt. Zudem sahen wir dort lebende Pinguine, und die Insel selbst ist in ihrer Schroffheit von herausragender Schönheit.
Ansonsten gönnten wir uns, außer auf und ab zu flanieren nichts zu tun. Klar, gut essen natürlich, und das Beste an Paracas war ganz eindeutig, dass es entlang der überschaubaren (also Paracas ist ein winziges Nest!) Promenade quasi nur so wimmelt von Fischrestaurants. Harte Zeiten waren das, wussten wir doch von Beginn an, dass wir nur drei Abende zur Verfügung hatten - und es hätte sooooo viel gegeben auf den Menükarten. Am allerbesten, um nur eines zu erwähnen, schmeckte die "Parihuela", eine Fischsuppe mit Filets und einer Menge allerfeinsten Meeresgetier samt Krebsen.

Inzwischen hat uns der Bus nach Lima gebracht. Wir wohnen wie die meisten Touristen im Stadtteil "Miraflores", und wir wohnen top! Riesig ist unser Zimmer, Balkon und Kühlschrank sind vorhanden. Hier muss das Wuschel ja auch einige Tage alleine bleiben, denn wie geplant werde ich am Freitag nach Frankfurt (Ankunft Samstagnacht) fliegen und am Mittwoch kommender Woche wieder hier zurück sein. Wie es dann weiter geht, hängt in erster Linie davon ab, was die Chefplanerin in diesen Tagen alles an lohnenswerten Zielen heraus fieselt und in eine Vorplanung einflechten kann.

Uns bleibt, Euch allen alles Gute und viel Spaß mit dem Beitrag und den Fotos wünschen, Euch ans Fotoanzahl- Spiel zu erinnern (gibt bereits etliche Tipps) und allen die herzlichsten Grüße zu senden, 

 M & T



















Die alten Inka- Ruinen von "Tambo Colorado", etwa 50 KM von Pisco Richtung Anden und mehr als gut erhalten




An der Strandpromenade von Paracas


Böse Möve begegnet einem aufs Dach gekletterten armen Krebs, greift ihn an und tötet ihn, um ihn danach zu verspeisen - ein echtes, lang andauerndes Schauspiel!

Mittwoch, 11. März 2015

11. März 2015 - Spielchen gefällig?

Wie schon kurz angedeutet haben wir uns, auch weil wir danach gefragt wurden, zu einem neuen Ratespiel entschlossen.
Es ist einfach und zugegebenermaßen ziemlich schwierig zugleich. Ein paar Wort vorweg:

Normalerweise begehen wir unseren Tag so, dass ich die Fotokamera dabei habe und je nachdem, was alles zu sehen ist oder was uns einfällt, wird fotografiert. Logisch, in Zeiten der digitalen Fotografie wird man lockerer und hemmungsloser, was das Draufdrücken angeht. Deshalb muss am Ende des Tages, manchmal nach zwei Tagen, "ausgemistet" werden und wird auch. Da fallen schon mal 40 % wieder raus, manchmal









auch nur 10 %, Ihr kennt das sicher. Wir archivieren dann die, die bleiben. Die gehen also mit nach Hause,  schon wissend, dass irgendwann nach Rückkehr am großen Bildschirm noch einmal ausgesiebt wird.
Dies vorab.
Wir haben gezählt, wieviele Fotos bis jetzt "mit nach Hause gehen", was sie ja faktisch tatsächlich tun, denn ein erster usb- stick fliegt mit mir am 20.3. zur Sicherung heimwärts. "Bis jetzt" bedeutet Kreuzfahrt, Osterinsel, Nordargentinien, der kurze Chileaufenthalt und alles in Peru bis heute.

Nun die Frage, die wir Euch stellen: "Wieviele Fotos befinden sich auf dem usb-stick, der mit                                                              nachhause geht?"

Teilnehmen könnt Ihr per app, email oder direkt im blog mittels Kommentar (wird dann nicht veröffentlicht). Die drei, die am dichtesten dran sind, können zwischen Postkarte von den Galapagos Inseln oder aus New York wählen. Wir freuen uns, wenn Ihr mitmacht - wir beide haben übrigens selbst auch geraten, vor der Zählung...
Alle, die bis zum 12. April 2015 geantwortet haben, sind dabei.


Anbei noch einige wenige Fotos aus der Ecke bei Ica, wo wir uns noch bis heute Spätvormittag unserer Zeit befinden. Es ist Wüste mit einer Stadt und einer kleinen Oase, die wir gestern besuchten.

Auf bald, lasst es Euch gut gehen, herzliche Grüße von

M & T


 ,



Montag, 9. März 2015

9. März 2015 - Nasca, Wüste, Mumienalarm und bald ein neues Ratespiel

Inzwischen befinden wir uns grob im Bereich der Westküste Perus, bis Lima sind es nur noch wenige hundert Kilometer.
Von Cusco ausgehend wurde das von Station zu Station immer milder, nun, in Ica, darf man wieder von heiß sprechen. 30 bis 32 °C.
Wie schon einmal erwähnt, wollten wir ja nach Cusco für eine Weile in Abancay bleiben, aber das hatte leider den Charakter einer totalen Fehlbuchung! Nicht nur, dass das Hotel ungünstig am Berg lag (oben natürlich), wir konnten auch der Stadt so überhaupt nichts abgewinnen, also nichts, was uns gefallen hätte.

Nasca hingegen war toll! Unser Quartier bot nicht bloß Terrasse und Couch vor dem Zimmer, wir sahen uns auch inmitten von Grünpflanzen, einer Vogelarmada und einem begrünten Innenhof um die Ecke. Ein gutes Frühstück und ein Guide, der sich auskennt, was wollten wir mehr? Eben, nix! Auch die Stadt an sich hat mit dem immerwährenden Markt und etlichen Restaurants einen gewissen Charme. Und wir konnten einiges unternehmen aussenherum.
So sahen wir die "Nasca"- Pyramiden, die auf stolze 2000 Jahre zurück blicken und lange Zeit mit Sand zugedeckt waren. 34 davon gibt es, die meisten liegen noch unter dem Sand. Die Wüste aber bot noch mehr! Einen rund 1000 Jahre alten Friedhof, auf welchem auf etwa einem Kilometer jede Menge Mumien zu sehen sind, auch wenn in den unbewachten Jahren viele geraubt und illegal verkauft wurden. Wir durften lernen, dass die Langhaarigen Schamane waren und immer mumifiziert wurden und dass oft den Kindern, die für mehr Regen oder andere "bedeutende Dinge" geopfert wurden, zwar der Kopf abgetrennt, sie aber dann mumifiziert und mit Wertsachen - wie z. B, Töpferwaren - fürs Leben auf der anderen Seite ausgestattet wurden...
Sehr beeindruckend waren auch die berühmten "Nasca"- Linien, deren Schöpfer und Bedeutung noch immer nicht gesichert bekannt ist, und die Infos im "Maria- Reiche- Museum", das auch einiges über die deutsche Nasca-Linien-Erforscherin zeigte.

Inzwischen sind wir in Ica gelandet, weil wir unsere Pläne ein wenig umgeworfen haben und erst nach meiner Rückkehr nach Lima wieder zurück in die Berge fahren. Erstens ist das Wetter noch immer nicht bestens  zweitens kränkelt Marion ein wenig und drittens schadet es uns nicht, wenn wir gemütlich auf Lima zu reisen und relaxed dort ankommen. Zum Glück haben wir uns instinktiv ein wirklich gutes Quartier weitab der Stadt gegönnt! Okay, es war ein Schnäppchen, aber über unserem eigentlichen Schnitt. Nur, heute haben wir der Stadt Ica einen Besuch abgestattet, und unsere Dankbarkeit unserem aktuellen Quartier gegenüber wuchs praktisch im Minutenrhythmus. Ica ist an Hektik, Lautstärke, Wuseligkeit und Stress für alle Körperteile mit bisher keiner Stadt in Peru zu vergleichen! Buenos Aires ist ein Sanatorium dagegen und ich fühlte mich, auch aufgrund der ungezählten, dafür umso lauter hupenden Tuctucs, nach Bangkok versetzt. Echt, unglaublich!

Wie geht's weiter? Als erstes haben wir nochmal eine Nacht verlängert, um das Wuschel schnell wieder fit zu bekommen. Dann werden wir in Ruhe nach Pisco fahren, auch wegen verschiedener Pisco- Sour- Checks... Der stammt schließlich von dort. Danach wissen wir es noch nicht, allerdings erreichen wir am 17.3. sicherlich Lima.

Zuletzt noch eine Ankündigung. Wir schreiben keine Karten. Inzwischen schreiben wir drei von den Galapagos Inseln an die drei Gewinner des letzten Ratespiels. Weitere drei - die Gewinner werden zwischen einer Karte von den Galapagos Inseln oder aus New York wählen können - schreiben wir denen, die am besten beim nächsten Ratespiel mitmachen. In Kürze mehr darüber...
Wir hoffen, es geht allen sehr gut. Auf bald herzliche Grüße von

 M & T




Die plaza - "highlight" von Abancay...

Top- Quartier in Nasca, samt Terrasse

Nasca, plaza de armas


2000 Jahre alte "Nasca"- Pyramiden - vor allem für rituelle Zwecke genutzt

Um die Stadt herrscht nur Steinwüste
Mitten in der Wüste: Dutzende von Mumien auf einem Kilometer Länge. Immer sitzend und den Körper und Kopf, so vorhanden, in Richtung Osten gerichtet





Der immerwährende, fast malerische Markt in Nasca



An den ersten der zahlreichen, mysteriösen "Nasca"- Linien









Der Schein trügt, das wahre Gesicht zeigt Ica...