Sehr unproblematisch verlief alles bis ans Schiff, ebenso wie unser check-in. Dass sich die Balkonkabine noch als ideal erweisen würde, dachten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Durch die Karibik führte die Route, auf einem wahrlich nicht ausgebuchten und daher angenehm ruhigen, modernen Schiff.
Erster Halt war San Juan, und wir genossen das Flair bei angenehmen 25° C.
Nächster Halt und somit nächste Insel war das Städtchen St. Thomas (obgleich ich ja noch gar nie dort war...) auf den amerikanischen Jungferninseln. Immer noch alles relaxt im Shorts- Modus und typisch karibisch, ein wenig hügelig. Manche nahmen die Seilbahn für den zugegeben recht steilen Aufstieg auf einen wunderschönen Aussichtspunkt. Wie gesagt, manch andere...
Schlag auf Schlag geht das dann auf so einer Kreuzfahrt. Über Nacht bewegt sich das Schiff - auf übrigens während der gesamten Reise sehr ruhigen See, nur ab und zu musste man es als bewegte See bezeichnen, was wir jedoch nicht oder kaum unterscheiden konnten - und zack! wachst du am nächsten Morgen auf und landest im Hafen eines Ortes auf der nächsten Insel an.
Lasst uns bei dieser Gelegenheit mal einen Tag am Schiff beschreiben.
Grundsätzlich muss man unterscheiden zwischen Seetag und Landtag. Immer jedoch schläft man aus, üppiges und sehr gutes Frühstück folgt, entweder als Buffet oben am Schiff, bei gutem Wetter im Freien, alternativ mit Kellner im Restaurant. Entweder nimmt man dann (zur Freude der Cruisegesellschaft) an einem organisierten und meist zu teuren Ausflug teil, oder man geht auf eigene Faust an Land und organisiert sich selbst oder mit Gleichgesinnten (zur Freude des Budgets).
Ob man mittags oder abends zurück kommt, immer wartet zumindest gutes, manches Mal sehr gutes Futter.
Seetage verlaufen anders: Es gibt an Bord zahlreiche Möglichkeiten, sich zu beschäftigen. Manche halten sich vornehmlich im Sportstudio auf; ist auch interessant, während des Trainings auf das Meer hinaus zu blicken und ab und zu einzelnen oder kleinen Schwärmen von Fliegenden Fischen dabei zuzusehen, wie sie sich schwebend vom sie störenden Dampfer weg bewegen. Es gibt eine Bibliothek. Es gibt ein Casino (das ich am Ende der Kreuzfahrt mit breitem Grinsen verlassen habe...). Die, die nicht vergleichen, kaufen auf dem Schiff ein. Die, die jenseits des "Rückwärtsgangs" sind, essen weiter (nach dem Frühstück das Zweite Frühstück, nach dem Mittagessen das Kuchenbuffet und später am Abend die Pizzaschnitten...). Es gibt Schönheitssalons und Sauna. Zahlreiche Unterhaltung wird angeboten. Man kann einen Tanzkurs absolvieren (ich zeigte allerdings meinen Nichttänzerausweis...). Und so weiter und so fort.
Bei uns war es so, dass wir meist, aber immer an den Seetagen sportlich aktiv waren, einige Zeit nutzte ich - auf dem Balkon, alleine, ungestört und nur das Geräusch von Wind und Meer um mich - um Märchen aufzufrischen. Nachmittags kam dann ab und zu eine Gruppe angenehmer Menschen zusammen und ich habe Märchen erzählt und wir hatten eine Menge Spaß. Abends findet auf solchen Schiffen eine Unterhaltungsshow statt, Akrobatik, Tanz, Zauberei etc., meist ist das sehr gut.
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| Auf dem Schiff - Cornhole- Turnier, Relaxmomente und ruhige See mitten auf dem Atlantik |
Nun, unsere dritte Karibikinsel war eine der Virgin Islands, dort machten wir in St. John's an.
Dann war Schluss mit Sommer! Fast unmerklich, da wir sechs Tage lang den Atlantik überquerten, wurde die Sonne schwächer, und als wir in St. Cruz de Teneriffa wieder Land unter den Füßen spürten, zeigte die Nadel grade noch 14° C. Malaga - bei Wind und Regen - Marseille, Savona in Nord- sowie Neapel mit Pompeji in Süditalien, zuletzt die wunderschöne kroatische Stadt Dubrovnik und am Zielhafen Venedig begrüßten uns wieder in der "Alten Welt".
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| Bummel durch Marseille |
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| Savona, Norditalien |
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| Von Neapel aus nach Pompeji |
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| Wunderschöne Altstadt von Dubrovnik |
Eine Busfahrt und ein sehr herzlicher Empfang zuhause, eine kaum durchschlafene Nacht und wir wachten am ersten Morgen danach auf.
Wir sind wieder daheim. Wir können die vielen Fragen, wie sich das anfühlt oder ob wir uns schon wieder eingelebt haben, noch nicht beantworten. Noch immer kämpfen wir mit den zahlreichen Terminen, die wir sehr zügig in Angriff nehmen mussten, Arzttermine zum Beispiel. Hinzu kommt ja, wie alle wissen, dass ich eine Wohnung suchen muss, und und und.
Trotzdem haben wir bereits mit der Aufarbeitung der Reise begonnen und planen fest, einige Vorträge darüber zu halten, unabhängig von den Freunden, die möglicherweise das ein oder andere einmal sehen mögen. Dass wir ganz ordentlich Buch geführt haben, kommt uns jetzt zu Gute, denn allein statistisch kommen Zahlen zusammen, die lustig oder unglaublich oder beides sind. Vielleicht schaffen wir es sogar, einige dieser zahlen nochmals in einem Beitrag hier zusammen zu fassen.
Wir danken allen, die uns unterwegs über den Reiseblog begleitet haben, die kommentiert und uns über die neuen Techniken ein wenig das Heimweh erträglich gemacht haben.
Man sieht sich.


















































