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Auf dem örtlichen Markt gabs außer Eindrücken einen smalltalk mit der 82- jährigen Fleischfachverkäuferin...
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| Die Insel wird auch - eben deshalb -die "Insel der strickenden Männer" genannt. Wer gut und fein strickt - denken die Damen - ist auch ein fleißigiger Ehemann... |
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| Es geht uns ziemlich gut. |
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Der phallische Tempel wurde von den Frauen besucht, die keine Kinder bekamen. Nach dem Gebetsritual sollte es klappen.
Der größte im Viereck misst stattliche 1,5 Meter...
Zwar hatten wir extra einen so gen. "touristic- bus" von Arequipa (wo es schließlich nur noch regnete und das Wasser gute 10 cm hoch auf den Straßen stand) nach Puno gebucht, aber die meisten Stopps fielen dem Regen zum Opfer, und bei den Halts sah man wenig.
Wir erreichten den Titicacasee bereits bei Dunkelheit und sahen ihn erstmals morgens beim Frühstück - vom Frühstücksraum des Hotels aus... Ist klar, wenn es 75,- Euro für drei Nächte kostet wie hier zur Zeit, dann buchst du auch das beste am Platze...
Allerdings, freundlich empfangen wurden wir nicht gerade, denn 4 °C und Regen sind kein Spaß.
Wir hatten aber Glück, denn die nächsten Tage wurde es besser bis gut, wenn auch nicht heiß, aber das sollte man auf einer Höhe von 3840 Metern auch nicht verlangen. Unsere ersten Aktivitäten erfolgten in der Stadt, und wir stolperten mitten hinein in zweiwöchige Feierlichkeiten eines hier sehr wichtigen religiösen Festes. Okay, für uns sah das aus wie Fasching, aber die vielen unglaublichen Köstüme und Masken gaben natürlich jede Menge Motive. Ehrlich, ich schoss 240 Fotos mit der Kamera und 75 mit dem Handy. Auch wenn abends fleißig aussortiert wurde, ich hab ne Meise! Jedenfalls zogen die Gruppen musizierend durch die nicht gerade besonders schöne Stadt und wir mitten drin.
Da geriet der nachfolgende Besuch in der örtlichen Markthalle mit all seinen typischen Ständen und dem recht langen Plausch mit einer 82 - jährigen an einem Fleischstand fast zur Nebensache.
Als ersten Ausflug wählten wir den zum "Phallischen Tempel" der Inkas, wir machten das von den Aussagen der Wetterberichte abhängig. Na ja, schon erstaunlich, dass auch heute noch Menschen glauben, dass das Beten inmitten einer Zahl von steinernen Penissen hilft, Kinder zu bekommen. Wir alle wissen, es gibt andere Wege, aber als wir dort mit zwei Mädels aus Südamerika in der Tour ankamen, saß doch tatsächlich eine ca. 30- jährige Frau breitstbeinig auf dem größten der Teile (sh. letztes Foto) und sprach ihre Formeln... Wenns hilft!
Bei schönem Wetter ging es dann erstmals auf den berühmten See. Der Besuch einer der hiesigen Schilfinseln ist ein Muss, auch wenn es natürlich touristisch ist. Wir waren auf "Uros", und das war echt interessant. Sie müssen ihre Insel etwa alle 35 Jahre neu bauen, und das sieht nach einer Heidenarbeit aus. Ansonsten leben die Familien vom Fischfang und vom Tourismus, sprechen ihre eigene, uralte Sprache und scheren sich nicht um die Probleme der Zivilisation.
Der Ausflug zu einer anderen Insel, "Taquile", fand bei reinem Sonnenschein statt, und dass es sich dort eben so entwickelte, dass die Männer stricken, erstaunte durchaus. Sie stricken monatelang, teils jahrelang an einer mehrfarbigen Mütze, und je feiner gearbeitet wird, desto besser die Chancen beim weiblichen Geschlecht. Das übrigens traditionell von der Insel kommt. Sie haben 3000 Einwohner, ich weiß auch nicht... Nun, die ledigen Männer jedenfalls tragen nur zweifafbige Mützchen, rot und weiß, und sie stricken eifrig...
Wir speisten dort auf 4000 Metern Höhe und mit Traumsicht über den Titicacasee, sehr gut sogar und dachten dabei, das hast du auch nicht jeden Tag.
Ach ja, die Höhe. Das Wuschel schüttet ja bereits seit Wochen reichlich Kokatee in sich hinein, weil es gegen die Höhenkrankheit helfen soll, bei ihr gehts auch ganz gut. Ich habe etwas zu spät begonnen (mir schmeckt der Wein irgendwie besser, wenngleich man das Zeugs durchaus trinken kann), und das leide ich auch regelmäßig und schnaufe wie eine alte Eisenbahn, erst Recht, wenns irgendwie bergauf geht oder so. Aber bisher brauchte noch niemand von uns eins der Sauerstoffgeräte, die sowohl im Hotel, in vielen Restaurants oder auf den Ausflugsbooten und Tourbussen zu finden sind.
Die Insel jedenfalls war wirklich wunderschön, und dass es weder Auto noch sonstwas zum fahren und auch keine kläffenden Hunde dort gab, machte sie nur noch angenehmer. Strom gibt es auch nicht, viele aber hatten eine kleine Solaranlage.
Inzwischen planen wir bereits Cusco und Machu Pichu, wobei dort alles unklar ist, weil im Lande eine der niederschlagreichsten Regenzeiten herrscht seit ewig. Und eben vieles unterspült wurde oder vom Berg kam und die Straßen und Schienen unpassierbar machte. Nun ja, wir werden sehen. Spätestens von dort irgendwo melden wir uns wieder.
Lasst es Euch bestens gehen bis dahin, herzliche Grüße an alle von
M & T
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verdammt - bin ganz schön neidisch
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