Sonntag, 22. Februar 2015

22. Feb. 2015 - Maaaaaachuuuu Piiiiicchuuuu !!!!!

Also das gibts ja gar nicht! Ein "Ausflug" lässt sogar mich sprachlos zurück! Nun ja, es war immerhin der Trip um und am "Machu Picchu", und der hat auch schon andere sprachlos gemacht und mächtig beeindruckt.
Doch von Anfang an. .. Wir gönnten uns ein Taxi von Cusco bis zur Stadt Olantambo, von wo aus der Zug derzeit in Richtung Machu Pichu/Aguas Calientes (so heißt  die Station und das Städtchen) startet. Der andere Streckenteil ist momentan gesperrt. 
Bereits diese Fahrt war geprägt von tollem Wetter, Sonnenschein und bester Sicht. Dann warteten wir ein Weilchen und bestiegen den komplett überteurten reinen Touristenzug der "Perurail", wo sie dir für eine einfache Fahrt über 60 Kilometer eiskalt mehr als 60,- US $ abknöpfen.... Aber es führt eben auch keine Straße hin, es gibt kein Auto dort...
Schnell merkten wir, dass uns der Computer gute Plätze beschert hatte (wir fragten natürlich nach Fensterplätzen, aber es hieß, das System gebe Plätze nach dem Zufallsprinzip vor), denn wir saßen in Fahrtrichtung, hatten einen Fensterplatz, konnten fotografieren und waren Chef über Fenster auf oder zu! Urplötzlich fuhr der Zug nicht nur neben dem Fluss  entlang in das immer enger werdende Tal, sondern wir befanden uns mitten im Regenwald, und die Berge beidseitig wurden immer höher. Sehr beeindruckend.

Am Ziel in Aguas Calientes angekommen und die Aussagen aller greifbaren Wetterfrösche im Kopf, dass nämlich bereits am nächsten Tag, also Freitag, das beste Wetter der folgenden Tage sein würde, kauften wir tickets für Machu Picchu. Knapp 45,-US $; das ticket für den Berg "Wayna Picchu" nebenan, von wo aus man durchaus eine nette Sicht hat, war auf mehr als zehn Tage ausverkauft.  Danach besorgten wir uns Bustickets und fragten, wann der erste fährt.
Wir hatten vorgebucht und das Hoteln in Aguas Calientes zeigte sich als gute Wahl.
Etwa in der Mitte der ersten, kurzen Nacht begann es, heftig zu regnen. Als unser Wecker um 04.30 Uhr klingelte, regnete es und unsere Stimmung sank von müder Vorfreude auf "Das-darf-doch-nicht-wahr-sein-Enttäuschung"! Aber das ticket gilt nur einen Tag (sie limitieren die Besucherzahl am M. P. auf 2500 täglich, am erwähnten Nachbarberg auf 400).
Mit Klamotten für alle Wetterkapriolen im Rucksack verließen wir unser Quartier, etwa fünf Minuten später hörte der Regen auf. Um 05.00 Uhr hatte sich an der Busabfahrt bereits eine Schlange gebildet, wir erwischten den zweiten Bus, der die 25 Minuten weite Strecke bergauf nahm. Um 06.00 Uhr wurde geöffnet, um 06.01 Uhr betraten wir beide das Gelände der legendären Inkastadt "Machu Picchu".

Und man darf jetzt dazu stehen wie man will, und es stimmt, sind alles nur alte Steine, aber trotzdem standen uns die Häärchen auf den Armen und sonstwo Zentimeter weit wie Nägel hoch! Und nicht nur einmal, und nicht nur eine Minute lang. Du kannst dich beinahe nicht satt sehen! Zu Beginn dämmerte es noch und die Wolken und Nebelschwaden gaben nach und nach die Sicht frei auf Berge und Stadt. Hammer!
Wir nahmen zwei etwas weiter entfernte Ziele, die Inkabrücke und das Sonnentor, in Angriff und blieben so zunächst erst außen herum (mit den unglaublichen Ansichten). Gute fünf Kilometer wanderten wir auf diese Weise auch auf einem der eher seltenen originalen Abschnitte des Inkatrails (die heutige Wanderstrecke führt sehr oft über neu angelegte Wege in unmittelbarer Nähe entlang), immer wieder unterbrochen vom klick klick der Kamera.
By the way: Der Wahnsinnige in unserer Reisegruppe hatte am Ende 372 Fotos mit der Kamera und 100 mit dem Handy fabriziert... - nicht aussortiert)! Danach begaben wir uns ins Innere der Stadt. Unser Reisebuch beschreibt jeden einzelnen Stein dort sehr ausführlich und führte uns somit perfekt durch die gesamte Anlage, und wir konnten getrost auf einen Guide verzichten.

Irgendwann passierte es dann! Wir hatten am Vortag eingekauft und Brötchen belegt. Die Hälfte aßen wir morgens, jetzt, gegen 12.30 Uhr, wurden wir wieder hungrig, das war nach all den Felsstufen auch klar. An einem schönen Plätzchen setzten wir uns und packten die Stullen aus.
Erste Erkenntnis: Lamas mögen durchaus auch belegte Wurst- und Käsebrötchen!
Zweite Erkenntnis: Lamas sind absolut nicht scheu, zumindest die nicht, die in der Stadt Machu Picchu leben und an Menschen gewöhnt sind!
Dritte Erkenntnis: Lamas geben keine Ruhe!
Wir bemerkten sie nicht und machten uns auch gar keine Gedanken. Dann ging das sehr schnell, und das Foto unten zeigt, was für ein Spaß nach der ersten Überraschung zuletzt daraus wurde. Wir müssen davon ausgehen, dass ich demnächst im japanischen TV lande, denn dieses und ähnliche Fotos wurden in diesen Minuten von mindestens auch noch 25 Japanern und anderen Touristen geschossen...
Jedenfalls war der Besuch der alten Inkastadt "Machu Picchu" ein außergewöhnliches und tief beeindruckendes, nachhaltiges und absolut lohnenswertes und definitiv als highlight in Erinnerung bleibendes Erlebnis für uns!
Es wäre schön, wenn Ihr das den folgenden Fotos ebenfalls entnehmen könnt, viel Spaß  dabei.
Und nun? Heute, Sonntag, reisen wir zurück nach Cusco, am Dienstag wollen wir für vier Tage in den Dschungel  (Puerto Maldonado), dort ist es nix mit Netzanbindung und es gibt nur abends mal für eine Stunde Strom. Wir hoffen aber auf erlebnisreiche Tage. Danach melden wir uns sicher wieder.

Wir wünschen Euch alles Gute, herzliche Grüße, noch vom Fuße des Machu Picchu,

M & T





 Vielversprechendes Wetter während der Anfahrt
 Wunderbare Zugfahrt von Ollanto über 60 Kilometer tief ins Tal hinein bis Aguas Calientes

 Die Lok für den Zug von Perurail

Kurz nach 6.00 Uhr - ziemlich die ersten oben und dann lösen sich Wolken und Frühnebel langsam auf. Gänsehautmoment, mehr ist nicht zu sagen.


Die alte "Inka Brücke", heute gesperrt - früher ging es auf dem schmalen grünen Streifen weiter...

Blick auf die Stadt vom Weg zur Inka Brücke aus

Da ist jetzt aber gar nix montiert...

Das "sun gate" auf 2710 m Höhe, früher der Zutritt aus einer Richtung zur Stadt


Und dann eben "wow"

Bereits im Innern der alten Inkastadt





Liebe geht halt doch durch den Magen! Sowohl das Tier wie der Tourist standen in dem Moment...

Das Guardhouse - strategisch perfekt gebaut

Glücklich, wer das so erleben darf

Tschüß dann - hat sich mehr als gelohnt und wird stets in Erinnerung bleiben...

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