Montag, 29. Juni 2015

29. Juni 2015 - Sonne, "schlafender Bär", eine Menge Sand und fast ein Paradies in Paradise

Vom Campingplatz in Ludington fuhren wir zum "schlafenden Bär", dem "Sleeping Bear Sanddune"-  Nationalpark. Der befindet sich im Bereich von Empire, wie aber nicht eine Ortschaft, sondern ein ganzes Gebiet genannt wird. Auf dem Weg dorthin sah ich meinen ersten Bären außerhalb eines Zoos - es war ein überfahrenes Junges am Straßenrand... 

Schon morgens am Campground und auch hier sprachen die Leute und die Ranger alle nur vom bevorstehenden "big storm", der für den frühen Nachmittag angesagt war. Vorweg, es geschah quasi nichts! Aber aus diesem Grund schied campen aus und wir suchten ein Quartier - vermutlich wiederhole ich mich - was wegen den Ferien nicht einfach und an Wochenenden beinahe unmöglich scheint, und auch da wieder war. Aber das Wuschel hat aus einem 140,- $- Quartier eines zu 60,- $ geschwatzt. Leider konnten wir nur zwei Nächte bleiben, dafür gabs eine top ausgestattete Küche und wir kochten. Immerhin lag das Motel mitten im Wald und weit weg von allem anderen. 

In dem Park gab es bei herrlichem Sonnenschein, aber kühlem Wind, einen trail durch die Sanddünen, bei denen es sich um die längsten zusammenhängenden weltweit (an Süßwasser) handelt. Einen Großteil der Strecke bis an das Ufer des Lake Michigan waren wir alleine unterwegs, weil es für viele Touristen (es gab fast nur einheimische Touristen) zu beschwerlich oder für die mit Kindern zu weit war. 

Daneben gabs im Park einen scenic drive mit schönen Aussichten für den zweiten Tag und einem knapp einstündigen trail, der aber ähnlich dem des Vortages war. Entgegen seiner Bezeichnung bot uns der Park leider keine Bären, so sehr wir auch danach Ausschau hielten. 

Über Traverse City, was bloß Übernachtungsstation war, erreichten wir dann Petoskey, unterwegs immer entlang verschiedener kleiner Seen, von denen es in dieser extrem Wasser und Wald reichen Gegend geradezu wimmelt. Alle glockenklar, alle eisig kalt... In Petoskey schliefen wir auf einem Campground in einem cottage; Wasser, Strom, Licht, Heizung, Terrasse, Grill, hölzerne Hollywoodschaukel. Wir blieben aber nur eine Nacht,  "...sorry, we are fully booked, it's weekend and there is a Baseball- tournament..." Auf dem Weg zum Leuchtturm blieben wir an einem kleinen Stadion hängen, wo Baseball gespielt wurde - nun ist klar, dass dort keine Tore geschossen werden und für viel weniger Spieler als bei unserem Fußball deutlich mehr Waffen eingesetzt werden, nämlich hölzerne Schläger. Viel mehr haben wir nicht begriffen... Aber wir wurden für unser Warten belohnt, denn wir durften am Lake Michigan einen wunderbaren Sonnenuntergang erleben. 

Am Lake Michigan entlang, teilweise sehr dicht daneben sogar, fuhren wir später nördlich weiter und überquerten dann die imposante "Mackenac"- Brücke, die an der engsten Stelle und Übergang die Lakes Michigan und Huron überspannt und gewissermaßen auch trennt. Ziel war für uns der Ort Paradise beim "Tahquamenon"- State Park, der am südöstlichen Ufer des Lake Superior liegt. 
Tatsächlich fanden wir ziemlich zügig eine Unterkunft in Paradise, nämlich ein kleines Häuschen innerhalb eines kleinen Resorts, mit Garten, Bank, Grill und Privatstrand am See. Wir zahlten bar, das sparte etwas, aber wir brauchten Geld. Steve, der Chef, schickte uns "downtown" und meinte damit tatsächlich Paradise. Paradise besteht aus 16 Gebäuden, 60 Unterkünften unterschiedlicher Art, und 170 Menschen. Ach ja, und natürlich aus mehreren Milliarden extrem großen, sehr aggressiven  Moskitos, die keinerlei Unterschied machen zwischen Tag und Nacht. 

Im State Park wanderten wir einen trail von den unteren zu den oberen Wasserfällen, eine Gesamtstrecke von etwas über 15 Kilometern, wunderbar entlang dem "Tahquamenon" River mit herrlichen Fotomotiven. Und wenig Betrieb, denn die meisten Leute hier (oft auch ein bisschen dem etwas überdurchschnittlichen Gewicht geschuldet) kehren am oder kurz nach dem ersten Anstieg um... 
Jedenfalls, eine schöne Ecke ist das, und tatsächlich ein richtiges Paradies, wenn nur die unglaublich gnadenlosen Moskitos, die allerorts mit Spraydosen weise Mückenmittel bekämpft werden, nicht wären. 

Und dann? Nächstes Ziel in ein paar Tagen sind die "Pictured Rocks", noch am Lake Superior und nahe an der kanadischen Grenze, danach fahren wir wohl südwärts. Wir melden uns wieder. 
Bis dahin wünschen wir Euch alles Gute und dass Euch die angekündigte Hitze (hier übrigens nachts 9 bis 13 Grad...) nicht zusetzt. Herzliche Grüße,

M & T 



Am "sanddune trail" im "Sleeping Bear Sanddune"- National Park





Im wirklich sehenswerten Petoskey


Sonnenuntergang in Petoskey am Lake Michigan






 "Mackenac"- Bridge zwischen Lake Michigan und Lake Huron

Das cottage in Paradise



Am Beginn des "Tahquamenon Falls"- trails, ...
 ...
. .. und unterwegs













Die "Tahquamenon" upper falls







Der Leuchtturm von "Whitefish- Point", früher als Gegend für schweres Gewässer und viele Schiffswracks bekannt





mmmmmh

 




 

 

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