Nun, über die bedeutenden Ortschaften Cornwell, Kingston und Oneonta erreichten wir schließlich, und bei inzwischen wirklich tollem Wetter, Ithaca, eine Stadt an den "Finger Lakes", die wegen genau dieser äußeren Form so genannt werden. Wir entschlossen uns, auch aufgrund der vollkommen utopisch anmutenden Hotel- und Motelpreise in dieser Ecke, zu campen. Erstens: Das war von Haus aus geplant, wenn auch als "Notnagel", wenn es sonst nichts gibt. Zweitens: Meine HWS sollte möglichst frühzeitig entscheiden können, ob wir sowas machen oder nicht, also bevor wir uns mit zuviel Equipment eindecken und es ist für die Katz. Drittens: Wir haben ja Camper- Erfahrung, also das Wuschel vor acht Jahren ab und zu alleine, und ich bis etwa vor 45 Jahren als Kind mit den Eltern... Wir fanden einen State Campground, und wow, alleine die Größe (gut fünf bis zehn große europäische passen da rein, eher mehr) beeindruckte. Unsere "campsite" bot Platz für das Zelt, das Auto, zur Not noch ein Zelt und noch ein Auto, eine mächtige Tisch- und Bänke- Kombination (lässig für sechs!) und Grill (schon da). Ansonsten gab es, was wir brauchten, außer Netzanbindung und wifi... Die erste Nacht auf dem airbed (das hiess früher Luftmatratze, ist aber durchaus was anderes. Besser und dicker) war ein wenig neu, besonders weil meine neue Matratze reichlich Luft verlor (eine Montagsmatratze, mussten wir dann umtauschen) und ich nachts mal herunterplumpste. Sonst klappte alles gut und wenn dann um 5.30 Uhr die Vögel zwitschern, hat das auch mal was.
In der zweiten Nacht fegte ein thunderstorm über den Campingplatz, gerade als wir eine Stunde auf der Luft lagen. Die Blitze waren so zahlreich und in schneller Folge, dass man lesen konnte, der Donner brüllte richtiggehend, und logisch, Regen satt! Aber sowohl wir wie besonders auch das Top- Zelt (danke, Tina und Jürgen!) bestanden der "Feuertaufe". Die dritte Nacht übrigens war 4 °C kalt...
Was für uns auch sehr ungewöhnlich war (und ist!), ist der Fakt, dass man öffentlich keinen Alkohol trinken, auch nicht herumschleppen darf. Dies gilt auch vor dem Zelt im Campground. Das heißt, ich trinke natürlich Bier und Wein, den natürlich aus dem WeinGLAS, aber ich habe um die Bierflasche ein neutrales Cover mit Reißverschluss, und das Weinglas (übrigens von daheim, hat alle Reisen bisher überstanden, obwohl es nur im Monsterbag liegt...) ist meist mit einer braunen Bäckertüte ummantelt. Lacht bitte nicht, es ist zum weinen. Logisch, dass alle wissen, was da drin ist - und es ist okay...
Wir verbessern natürlich stetig auch unsere Englischkenntnisse. So fanden wir neulich einen "all-you-can-eat"- Chinesen, der sicher froh war, dass wir nur auf Durchreise sind, aber es gab dort "rostigen Dackel". Sie haben es falsch geschrieben,aber wir haben nix gesagt, sind ja Chinesen. Denn da stand: "Roast Duck".
In der Region um die "Finger Lakes" gibt es etwas mehr als 100 (!) Weingüter, die vornehmlich Rieslinge und Pinot Grigios, aber auch Roseweine herstellen. War schnell klar, dass wir ein wenig länger in der Ecke bleiben...
Jedenfalls, es geht uns gut. Was wir meinen
Euch allen wünschen wir, dass es bestens geht und Ihr bereits ausreichend Sommer schnuppern konntet. Von uns hört/ lest Ihr bestimmt bald wieder. Aus der Ecke etwas unterhalb des "Ontario" Sees und die "Niagarafälle" bereits greifbar (paar Tage noch) schicken wir herzliche Grüße,
M & T
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| Das gehörte einmal der früheren Besitzerfamilie der New Yorker Metro, den Vanderbilts |
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| 46 Jahre zu spät, auch wenns dort ja nachher gar nicht stattfand |
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| Das Privathaus der Roosevelts |
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| Unser "Wohnmobil"... |
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| Das Wohnmobil unserer (zu zweit) Nachbarn (DSDA...) |
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| Einer der unzähligen Wasserfälle (der heißt "Buttermilk")im Bereich des "Cayuga"- Sees |
































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