Dienstag, 11. August 2015

13. Aug. 2015 - Parry Sound, "Bay of 30000 Islands", "Killbear"- Nationalpark, ist ein Kuss schon Fremdgehen, Klapperschlangenalarm und "wir sind dann mal weg"!

Von Toronto fuhren wir nach Midland. Am See erlebten wir einen durchaus ansehnlichen Sonnenuntergang, zusammen mit einer Horde wilder Stechmücken...

Midland

Dort besuchten wir "Saint Marie Huron"- Village, ein im Original aufgebautes Dorf aus der Zeit, als französische Missionare versuchten, den Eingeborenen, also Huronen und Irokesen, den "rechten Glauben" beizubringen. Besonders gut gemacht war, dass die Menschen, die das eine oder andere erläutern, in Original- Outfit zugange sind, so dass man sich das alles noch lebendiger vorstellen kann. Daneben besuchten wir das interessante, zugehörige Museum.


"Saint Marie Huron"- Village






Von da aus zielstrebig nach Port Severn, das ist nördlich und am "Lake Huron" gelegen. Na ja! Völlig ahnungsfreies Personal am Visitor Center (wussten zB nicht einmal, wann ein Boot zur vorgelagerten Insel abfährt, geschweige was es kostet...), Regen, kein Quartier unter 150,- €, kein Campground vorhanden und irgendwie nicht einladend. Also weiter, wir wussten, dass da noch mehr kommt.
Parry Sound heißt die Stadt, die dann "mehr" war. Am "Lake Huron", an der "Bay of 30000 Islands" gelegen, 6500 Einwohner. Natürlich nur hochpreisige Quartiere, erst Recht in den noch immer vorherrschenden Ferien. Aber wir wollten gar keins. Denn während wir Toronto verlassen und bereits die Vororte passiert hatten, fanden wir bei einem weiteren Versuch unser zurück gegebenes Zelt noch einmal. Neu natürlich. Und weil tatsächlich kein anderes vom konzeptionellen Aufbau zu unserer Vorstellung passte, und weil ja vielleicht nicht jede zweite Woche so ein Chaotensturm aufkommt beschlossen wir, es erneut zu kaufen. Auf den folgenden 60 Kilometern wurde der neue Name gefunden: Es heißt  "Towu's Castle". Und daher suchten wir einen Campground, und fanden den auch.


"Towu's Castle" und der abendliche Genuss


Wenn es dann abends doch mal kühl wird - Ausrüstung vorhanden.



Per Bootstour schipperten wir drei Stunden durch die "Bay of 30000 Islands". Ob es tatsächlich so viele sind, ist uns unklar, aber es reihte sich eine an die nächste, viele nur mit wenigen Bäumen und sonst nichts, praktisch alle mit Wald bis ans Wasser, manche mit schmucken, an die Natur schön angepassten Gebäuden. Jedenfalls toll, und weil Sonntag war, auch mächtig besucht von allen Wassersportlern, ob Segler oder Schwimmer.











Der witzigste Teil jedes Tages war morgens unser Frühstück mit den putzigen chipmunks.. Habt Spaß an den Fotos, als Marion mich auch beim "fremd gehen" erwischte :-))

Dass am letzten Abend in Parry Sound  Frank Sinatra's Lied umgeschrieben werden musste, tat dem angenehmen Aufenthalt keinen Abbruch - der song heißt jetzt "I'm grilling in the rain".


Einfach nur putzig...


... und stets auf Vorrat aus: "Ah, Erdnuss, das mag ich!"

"Habs!"

"... oder etwa doch nicht?"

Da hilft keine Tüte!

Und für Nüsse wird auch Größen- oder Altersunterschied ignoriert - Kuss und ab!





Im "Killbear"- Nationalpark









"Massauga"- Rattlesnake

"Strumpfbandnatter"



Was ein Glück, so dicht an die Klapperschlange heran zu kommen!

Einen Tag verbrachten wir im "Killbear"- Nationalpark, der sich einerseits ob seiner hohen Bärenpopulation, andererseits wegen seiner zahlreichen "Massauga- Klapperschlangen" rühmt. Wir waren voller Vorfreude auf viele spannende Begegnungen. Klar, dass wir alle trails in dem Park durchwanderten, und vor dem letzten war auch schon geurteilt, dass sich der Ausflug dorthin gelohnt hatte. Bloß halt keine Bären, keine Schlange, nix! Die erste reißende Bestie, die wir dann entdeckten, war ein Reh, das eben einen Pilz "riss"...




Auf dem letzten trail aber begegnete uns eine schlanke, lange Schlange, ein wunderschönes Tier. Keine Ahnung natürlich, um was es sich handelte, aber später sollte sich eindeutig heraus stellen, dass wir es mit einer "Strumpfbandnatter" zu tun hatten.
Und wir hatten die Freude noch gar nicht richtig verdaut, da war es soweit: Vor uns schlängelte sich eine "Massauga- Rattlesnake". Klick, klick, klick! Gleich begann sie ärgerlich zu rasseln, aber nach einer Weile hörte sie auf damit, dachte sich wohl, dass wir außer Fotos nichts von ihr wollten. Gar nicht so sehr lang, aber ahnsehnlich massig war sie, was uns jedoch am meisten beeindruckte war ihre unglaubliche Tarnung. Da war klar, dass wir echt Glück hatten, eine zu sehen.



Was folgt? Wir haben bereits versucht, im weithin gepriesenen "Algongquin"- Nationalpark einen Zeltplatz für bis zu einer Woche zu bekommen, also vorzubuchen. Es heißt, dort sei stets ausgebucht. Nun, per Internet oder Telefon kann man nicht vorab buchen, also fahren wir hin und hoffen, vor allem auf Wasser- und Stromanschluss... Falls nicht, eben noch mehr basic. Wegen der Bären im Park muss ohnehin alles, was riecht (Essen, Getränke, Seifen etc.) im Kofferraum untergebracht werden.
Deshalb melden wir uns erstmal für ein Weilchen ab, es gibt nirgendwo Internetanschluss oder gar wifi in dem Nationalpark. Wir hoffen aber, dass wir uns mit tollen Erlebnissen und Fotos zurück melden können.
Bis dahin seid alle herzlich gegrüßt, bleibt gesund und habt Freude,

M & T


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