Samstag, 1. August 2015

1. Aug. 2015 - Damals in Amerika

Also wir hätten auch nicht gedacht, dass wir heute schon wieder einen Beitrag hier veröffentlichen. Aber. 
Es ist ja so, dass wir die USA bei Detroit nach Kanada ver- lassen haben. Erstens wollten wir dann - also irgendwann - doch noch ein wenig resümieren, auch wenn schon viel gesagt wurde. 

Wir haben nicht erzählt, dass der Casinobesuch in Cincinnati ausgefallen ist. Wegen Lustlosigkeit. Es gibt dort tatsächlich nur American Roulette, kein französisches! Reines Glücksspiel also... 

Weiß jemand, was ein "Greeter" ist? Ha, wir wussten das auch nicht! Der (in bestimmten Supermärkten die) steht im Laden im Eingangsbereich, fragt dich bei Ankunft wie es dir geht, gibt dir die Faust oder einfach nur "five", klopft dir auf die Schulter, wünscht dir einen angenehmen Einkauf und einen "great day" und ruft dir beim Verlassen womöglich noch hinterher, von welch "outstanding" style deine Klamotten sind. Natürlich auch, wenn du im Jogginganzug oder, was gerne gemacht wird, im Schlafanzug shoppen warst... 

Sowieso bist du hier als Kunde tatsächlich der König! Wir haben es schon bemerkt, als wir eine unserer Luftmatratzen tauschen mussten, aber es gibt Frauen, die kaufen sich für einen bestimmten Anlass ein teures Kleidchen (oder, noch beliebter natürlich, Schuhe!), und nach dem Fest tauschen sie es wieder zurück, weil es "doch nicht passt"... Und quasi jeder weiß das und gut ist. 

Krank sein ist schwierig. Wir erlebten, dass eine Frau sich den ganzen Arm mit heißem Fett verbrühte und von der Klinik aus im Geschäft anrief, dass sie es heute zwar nicht mehr schaffe, aber morgen sei sie zurück. Brandblasenfoto inclusive! DSDA! Das liegt daran, dass jeder nur eine sehr überschaubare Zahl von Stunden hat, die er pro Jahr bezahlt bekommt, obwohl er krank zuhause ist, etwas fünf Tage. Und wenn die genommen sind, passiert eben sowas. Wer richtig Pech hat, verkauft sein Haus, denn so etwas wie Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle wie bei uns kennen sie nicht... 

Wir fuhren nach Detroit, mit in West Chester sehr günstig gefülltem Tank (2,499 $/ Gal.). Unterwegs zeigte eine Tanke unfassbare 2,279 $/ Gal., also rein damit, auch wenn wir erst rund sieben Dollar verfahren hatten! Immerhin, in Chicago zahlten wir mal 3,49 $/ Gal. Kurz vor Detroit stoppten wir schon wieder, wegen 2,179 $/ Gal. Da ärgerst du dich, wenn du an zuhause denkst... 

Was noch interessant und auch gewöhnungsbedürftig ist, es gibt keinen TÜV oder so etwas, und auch kein Rechtsfahrgebot! Bedeutet, dass du sofort rechts überholt wirst, so du je mal die mittlere oder gar linke Spur wählst, aber auch, dass du ganz links vielleicht von 60 auf 35 Meilen herunter bremsen musst, weil der da links vor dir das gar nicht eilig sieht... 

So gelangten wir nach Dearborn, ein Detroiter Vorort. Dort befindet sich das "Henry Ford"- Museum und das von ihm gebaute, riesige "Greenfield Village", wo eine enorme Zahl von Fabriken und Gebäuden wichtiger amerikanischer Persönlichkeiten (Edison, Ford selbst, Heinz, Firestone u. a.)  im Original nachgebaut wurden, teilweise mit Originaleinrichtung, immer mit original gekleideten Menschen, die im oder am Gebäude fachkundig Auskunft geben konnten. Außerdem bis an die 150 Jahre alte Eisenbahnlokomotiven, die durch das Gelände dampfen.

Das Museum lässt vor allem Autofans' Herzen höher schlagen, aber es hatte auch für uns etwas, zB vor der Präsidentenlimousine von JFK zu stehen.
Ein absolut lohnenswerter Ausflug, der einen ganzen Tag beanspruchte, obwohl wir nur zwei Meilen entfernt Quartier bezogen hatten. 

Dies ist der zweite Grund, warum es diesen Beitrag gibt, wir wollen Euch mit den Fotos teilhaben lassen. Genießt sie. Allen wünschen wir schöne Sommerferien und einen tollen Urlaub, der hoffentlich ansteht. Seid herzlich gegrüßt, 

M & T 








Gebührenliste vor einer Holzbrücke

















Nur aus getrockneten Maisblättern hergestellt...




























Der Schneepflug für die Schiene
 

Kndersitze damals und extravagante Sitze (oak and beef horn) heute













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