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| Der zwischen Quebec und dem Atlantik immer breiter werdende Lorenz Strom |
Wir schafften es zunächst bis Edmundston, eine Ortschaft mit fast nichts, aber nur mit Mühe fanden wir ein akzeptables Quartier. Einkaufen mussten wir dort auch, zwar war Sonntag, aber das ist ja nicht entscheidend in Nordamerika. In Edmundston schon. Der einzige Supermarkt (okay, wir fuhren nicht bis ans gegenüberliegende Ende der Stadt) wurde renoviert und hatte geschlossen. Dann eben "Dollarrama"; sonntags offen bis 19 Uhr, es war halb acht. Dann eben morgen früh einkaufen und nur noch schnell Wein besorgen. Der einzig lizenzierte Laden hatte seit 17 Uhr zu. Dann eben Tanke: "Oh, we don't sell alcoholics. It's agaist the law." Na dann!
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| In Edmundston |
Fredericton wurde nichts, weil wir zu früh dran waren und daher noch weiter wollten, so wurde Moncton das nächste geplante Ziel.
Immerhin lag Grand Falls - eine durchaus eindrucksvolle Schlucht, deren Wasserfall im Frühjahr 90% der Wassermenge des kanadischen Niagarafalls führt, wenngleich es um diese Jahreszeit eher ein Rinnsal war - für einen Spaziergang auf der Strecke.
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| Die imposante Schlucht und die momentan "schwächelnden" Fälle von Grand Falls |
Und auch Hardland, wo sich die mit fast 400 Metern längste "covered bridge" der Welt befindet.
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| Die längste "covered bridge" der Welt bei Hardland |
Moncton zeigte sich als eine Stadt mit nichts, aber vollkommen wahnsinnigen Zimmerpreisvorstellungen: "The city is growing". Schade, dass man da nichts sah, wir ließen Moncton liegen und übernachteten 20 Kilometer weiter, in Sackville, das unmittelbar vor Nova Scotia liegt.
Nova Scotia, wo wir kurz ins Visitor Center wollten, empfing uns stilecht mit einem Dudelsackspieler (oder heißt es -pfeifer?) im Schottenrock; eine von uns war sogleich hin und weg!
Dann nahmen wir die letzte Etappe und fuhren durch bis North- Sydney. Es hätte keinen Sinn gemacht, unterwegs nur um der Übernachtung willen irgendwo zu bleiben. Dass wir die tollen Sonnentage in den großen Städten irgendwann würden büßen müssen war zu befürchten, und so zeigte sich das Wetter an all diesen Reisetagen durchwachsen, zum Teil mit etwas Regen, meist wolkig, aber auch mit Sonne.
Wir übernachteten, kauften noch ein paar Dinge ein, tankten voll und am Mittwoch abends um halb sechs hatten wir bereits unsere "air- seats" (warum auch immer die so heißen) auf der Fähre eingenommen.
Ein durchschnittliches Buffet und 16 Fahrstunden erwarteten uns. Wenigstens war der Raum mit fast 50 Sitzen so gut wie nicht belegt, mit nochmal sechs anderen verschliefen oder verdösten wir die Nacht der Überfahrt.
Neufundland, oder Newfland [Nju:flän], wie die Eingeborenen sagen, die demnach Newfies [Nju:fies] genannt werden, empfing uns etwas bewölkt und kühler. Seeklima, oft wechselhaft, das war klar. Wir haben unsere shorts bereits ganz unten im Kleiderschrank verstaut...
Ganz interessant - und daher wollten wir Euch das unbedingt wissen lassen - ist ein Zahlenvergleich. Die Insel, die etwas weniger als ein Drittel der Größe Deutschlands hat, erfährt den gleichen Touristenzustrom wie New York! Allerdings gilt die Zahl für Neufundland pro Jahr, die für New York für ein einziges Wochenende...
Aller Anfang ist schwer. Zuerst galt es, die Uhr umzustellen, denn rund um die Insel gilt eine eigene Zeit: 30 Minuten befinden wir uns dichter an daheim.
Auch mussten wir uns zuerst an mehr Löcher als Belag auf der Straße gewöhnen und auch daran, dass man ein Quartier, wenn es schon eines gibt, völlig unabhängig vom Preis einfach nehmen sollte... Wir fuhren, obwohl ziemlich platt von der Fährüberfahrt (Betten dort waren ausgebucht) viel weiter als geplant.
Trotzdem erlebten wir neben der traumhaften Landschaft allgemein auch unser erstes highlight, nämlich knapp 20000 Brutpaare mit Jungen der "Northern Gannet"- Tölpel am "Cape St. Mary's" im Südosten der Insel. Nach einem überschaubaren Fußmarsch durften wir bis auf nur einige Meter an ihre felsigen Siedlungen heran. Der Lautstärkepegel und der Geruchspegel dort beeindruckten neben den Tieren und ihren Flugkünsten durchaus.
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| "Northern Gannet"- Tölpel Kolonie am Cape St. Mary's |
In St. John's, der Hauptstadt, angekommen, fanden wir ein Quartier mit Küche! Spaghetti- Alarm! Das liegt nun doch sehr im Argen hier, leider, der Nudelhaushalt ist stets im Keller.
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| Zwei Zimmer, KÜCHE!, Bad, Terrasse |
Nach der ersten Nacht auf der Insel erwachten wir bei Regen satt! Der Vormittag hatte sich zügig erledigt, aber später marschierten wir doch durch die nette Innenstadt mit ihren bunten Holzhäusern und konnten noch mit und ohne Nebel vom lookout oberhalb herunter blicken.
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| Farbenfrohe Holzhäuser prägen das Bild der City in St. John's |
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| St. John's von oben, der Nebel ging |
Wie geht es weiter? Wir cruisen von Südosten nordwestlich und dann bis wieder Südwesten über die Insel, stoppen dort, wo es schön oder sinnvoll ist und schauen einfach, wie lange wir brauchen. Wenngleich das Wetter ein Faktor sein wird, aber wir hoffen mal. So wie wir dazu kommen, stellen wir den nächsten Beitrag hier ein. Bis dahin viel Spaß mit diesem und habt alle eine gute Zeit.
Herzliche Grüße aus Newfland,
M & T





































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