Warum sollte nun das Wetter rund 200 Kilometer weiter südlich anders sein? Ja, eben, warum? Zwar fanden wir gut zehn Grad mehr auf dem Festland in Nova Scotia, aber die Sonne geizte tatsächlich schottisch mit ihrem erscheinen.
Unsere erste Übernachtungsstation war in "Hazel Hill" bei Canso - ein jämmerliches Kaff, aber mit Quartier. Und daran mangelte es unterwegs erheblich. So blieben wir und unter anderem durfte ich dort die mit mächtigem Abstand schlechtesten "chicken wings" ever als Vorspeise "genießen" ... Man nehme die fettesten Hühner die man finden kann, schneide ihnen die Flügel ab, vergesse, sie zu würzen, frittiere sie und übergieße sie mit einer rein künstlichen, geschmacklich undefinierbaren, warmen Soße!
Auch auf der Weiterfahrt blieben uns nur einige Sehenswürdigkeiten und Ausblicke, etliche aber wegen Schlechtwetter verwehrt.
![]() |
| Unterwegs in Nova Scotia - ohne Wetterglück |
Letztlich landeten wir, völlig ungewollt, aber aufgrund der Tatsache eines dort befindlichen Motels, in "Sheet Harbour".
Und so unglaublich wir das selber erlebten, tatsächlich riss der Himmel genau in dem Moment für genau die Zeit auf, in der wir auf einem wunderschönen trail unterwegs waren. Es begann wirklich danach wieder zu regnen...
![]() |
| Dann fanden wir sogar das "fake"- Flucht- Boot aus "Papillon" |
![]() |
| Absolut der "Zauberwald" |
Wir entschieden aufgrund der Wetterberichte, nach Halifax weiter zu fahren und dort einige Tage zu bleiben, auch weil es wieder einmal an der Zeit war, die Taschen komplett zu leeren, alles zu checken und sich intensiver um den Focus zu kümmern. Wir fanden ein vernünftiges Quartier und, erstmals seit Wochen, ein "all- you- can- eat"- Restaurant unweit. ..
Halifax, die Hauptstadt von Nova Scotia, eigentlich eine eher gemütliche Stadt, belegte gleich am allerersten Tag, dass Wetterberichte für die Tonne sind. Wir trugen Anoraks und hatten den Schirm dabei, als wir durch die an sich schnuckelige, überschaubare Stadt marschierten. Keine Frage, dass wir den Schirm auch einsetzen mussten. ..
![]() |
| Schmucke Innenstadt in Halifax |
![]() |
| Der älteste anglikanische Friedhof in Kanada - 18. Jhd. |
Dafür schlenderten wir durch "Farmer's Market" am Hafen und fanden eine original deutsche Metzgerei! Pfefferbeißer- Alarm! Wir hätten zu Beginn des Trips nicht gedacht, dass wir uns je einmal dermaßen über Bierschinken freuen oder gar Kalbsleberwurst. Und doch, aber man weiß es immer erst dann zu schätzen, wenn es halt nicht so ist, dass du in den Laden gehst und aus 300 im Prinzip alles wohl schmeckender Wurstsorten auswählst, wonach dir gerade ist... Jedenfalls, schnell war klar, dass wir erstmal einkaufen! Wenngleich es verschiedene Teile dieses Einkaufs nicht weiter schafften als bis zur nächsten Sitzbank...
Weiter gings entlang den Piers, und als wollte man uns einen Vorgeschmack geben strömten uns plötzlich Menschen en masse entgegen, die sämtlich aus einem der tatsächlich drei verschiedenen Kreuzfahrschiffe kamen, die an diesem Tag in Halifax angelegt hatten.
![]() |
| Am Hafen, am berühmten "Pier 21" und die vorgelagerte, ehemalige Gefängnisinsel "George Island" mit ihrem Leuchtturm |
Nach der Innenstadt sahen wir den schön gestalteten "Public Garden" und die "Zitadelle", heftig bewehrte, auf dem Hügel gelegene Verteidigungsanlage früherer Tage.
![]() |
| In den "Public Gardens" |
![]() |
![]() |
| Über der Stadt thronend: Die "Zitadelle" |
Mit ein Grund für unseren mehrtägigen Aufenthalt in Halifax war auch, dass das Auto seinen check bekommt. Und dann hatte die Stadt schließlich ein Casino... Die Prüfung im Netz ergab, dass es auch Französisches Roulette dort gibt, also wurde ein Besuch eingeplant. Während nun die eine die shopping mall aufsuchte, ging der andere ins Casino. Langer Rede kurzer Sinn: Es gab ausschließlich "American Roulette", ich überredete mich selbst und spielte - und das Casino hatte unsere kommenden Dinner- Rechnungen zu tragen...
Wir verlassen die Stadt wieder (diese Hektik!) Und fahren an der Küste weiter zunächst südwestlich. Später wollen wir noch in den einzigen hier in der Nähe befindlichen Nationalpark fahren, bevor wir uns langsam in Richtung New Brunswick und dann auch wieder USA aufmachen. Noch lässt sich vom "Indian Summer" nichts blicken.
Euch geht es trotz dass sich der Sommer wohl verabschiedet hoffentlich gut, von uns gibt es an dieser Stelle bald mehr. Seid herzlich gegrüßt,
M & T



























Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen