Da verbrachten wir lieber ganz kurz entschlossen nochmals einen Tag im unaussprechlichen Nationalpark. Zum Beispiel, um ein paar Stunden mit den Kajaks über Fluss und See zu paddeln - zwar hielt sich die wildlife- Beobachtung vom Erfolg her sehr in Grenzen, aber bei einer aus der Reisegruppe brach doch eindeutig das "Kajakfieber" aus.
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| Noch im "Kejiimkujik"- Nationalpark, diesmal auf dem Wasser |
Trotzdem erreichten wir an diesem Tag noch gemütlich den Ort Annapolis Royal, der ähnlich schmuck daher kam wie Lunenburg, nur kleiner und ohne bemerkenswerten Hafen, dafür mit etlichen historischen, wunderbar erhaltenen Gebäuden. Und einer "Deutschen Bäckerei" (aus Sachsen), die uns 3,50 CAD für eine Brezel abknöpfte, welche erstens nicht schmeckte und zweitens eher vom Vortag stammte...
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| Annapolis Royal |
Inzwischen verwöhnte uns das Wetter ja nur noch mit Sonne (wenn sich der Hochnebel aufgelöst hatte), und als der beginnende Herbst dann zeigte, womit man rechnen darf und es tagsüber bei einer kühlen Himmelbläue 15 bis 18, nachts drei bis sechs Grad anzeigte, hörten wir uns fast schon wieder unzufrieden...
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| Bei Ebbe in Hampton |
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| Hoffe, noch mehr - und nicht bloß wieder ich - erkennen den "Felskopf" im Profil |
Ansonsten versuchten wir, das Ende der Season und entsprechend leicht gefallene Preise zu genießen und es uns möglichst gut gehen zu lassen.
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| Unterwegs in der "Bay of Fundy" |
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| Eine der aus Baumstämmen geschaffenen Figuren in Truro |
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| Hier streckt der "Indian Summer" das erste "Spinnenfüßle" zur Tür herein |
Die beeindruckendste Besonderheit in diesem Bereich ist der weltweit (gemessen und als Weltrekord anerkannt) höchste Tidenhub, also der Unterschied zwischen Ebbe und Flut. Über 16 Meter! Kaum vorstellbar für uns, die wir bei der Ostsee keinen Meter sehen, und faszinierend anzusehen. Ganz besonders dann, wenn die Schiffe in den Häfen auf Grund stehen, oder wenn plötzlich "Inseln" erscheinen, wo vorher noch glattes Meer war. Oder wenn man "auf dem Meeresgrund spazieren gehen" kann, und man weiß, dass rund sechs Stunden später an der gleichen Stelle zwölf oder 16 Meter hoch das Wasser steht.
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| Ebbe in Walton und im weiteren Verlauf an der "Bay of Fundy" |
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| Der oberste Ring am Mast zeigt, wie groß der Tidenhub dort, also in Joggins, ist |
Unsere Zeit in Nova Scotia lief ab, wir wechselten zurück in die Provinz New Brunswick. Dort besuchten wir die andere Uferseite der "Bay of Fundy", auf dem Weg zum "Fundy"- Nationalpark. Zur rechten Zeit am rechten Ort waren wir, als wir die "Hopewell Rocks" erreichten. Hier, wo das Wasser zwischen Ebbe und Flut zwölf bis 14 Meter Höhenunterschied zeigt, standen die Felsen des Sandsteins zur Ebbezeit auf dem Meeresboden des Atlantiks und wir konnten darum herum spazieren gehen. Ein gleichermaßen faszinierendes wie unglaubliches Erlebnis.
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| Spaziergang auf dem Grund des Atlantiks - bei Ebbe an den "Hopewell Rocks" |
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| Und immer unter den kritischen Augen dieses mächtigen Indianers, der hier ins Bild spickt... |
Weiter geht es für uns in den "Fundy"- Nationalpark. Wir werden sehen, wie lange wir dort bleiben. Das hängt vom (allerdings als sehr gut vorhergesagten) Wetter ab, vom Quartier und davon, was der Park so bietet. Danach werden wir Kanada wohl wieder verlassen und in Richtung Maine/ USA weiter reisen. Allerspätestens von dort melden wir uns auf diesem Weg wieder.
Bis dahin habt alle eine angenehme Zeit und genießt die Wochen vor Ankunft des Schmuddelwetters.
Aus New Brunswick grüßen Euch ganz lieb
M& T






























Hallo, danke für die tollen Fotos. Ist ja unfassbar schön dort. Noch schöne Tage in Kanada.
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